Schuppenflechte, Gramm

Schuppenflechte: 30 Gramm Ballaststoffe täglich stabilisieren Darmflora

24.06.2026 - 11:39:23 | boerse-global.de

Anti-entzündliche Kost und Ballaststoffe rücken bei Schuppenflechte in den Fokus. Neue CBD-Studie zeigt hingegen keine überzeugende Wirkung.

Psoriasis-Therapie: Ernährung als Schlüssel gegen Entzündungen
Schuppenflechte - Eine gesunde Mahlzeit mit Lachs, grünem Blattgemüse und Leinsamen auf einem Teller, Fokus auf entzündungshemmende Lebensmittel. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung erfordert Ansätze, die über die reine Hautpflege hinausgehen. Experten setzen dabei auf anti-entzündliche Lebensmittel und eine gesunde Darmflora.

Anti-entzündliche Lebensmittel als Therapiebaustein

Die Ernährungsmedizinerin Dr. Silja Schäfer erklärte im Juni 2026, dass gezielte Lebensmittelauswahl Juckreiz und Symptome der Schuppenflechte positiv beeinflussen kann. Im Zentrum stehen anti-entzündliche Nahrungsmittel und gesunde Fette. Ziel ist es, das Darmmikrobiom zu fördern – denn ein Ungleichgewicht der Darmflora korreliert oft mit entzündlichen Hautzuständen.

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Auch für andere chronisch-entzündliche Erkrankungen gelten ähnliche Empfehlungen. Dr. Matthias Riedl rät zur verstärkten Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren, etwa aus Leinöl oder Lachs. Gleichzeitig sollten Betroffene Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel reduzieren, um die Entzündungslast zu senken.

CBD-Öl: Studie zeigt keine überzeugenden Ergebnisse

Eine 2026 veröffentlichte Studie von Roongpisuthong et al. untersuchte den Einsatz von CBD-Öl bei Psoriasis. 26 Patienten erhielten über zwölf Wochen zweimal täglich 30 mg CBD-Öl oder ein Placebo. Die Ergebnisse? Kein signifikanter therapeutischer Durchbruch.

Der PASI-Wert (Psoriasis Area and Severity Index) sank in der CBD-Gruppe nur minimal von 5,5 auf 5,3. In der Placebogruppe stieg er leicht von 3,7 auf 3,8. Zwar zeigte sich in der achten Woche ein Rückgang des Juckreizes – dieser Effekt war jedoch nicht von Dauer. Die Forscher wiesen zudem auf Unterschiede zwischen den Gruppen zu Studienbeginn hin, was die Aussagekraft einschränkt.

Ballaststoffe und die Darm-Haut-Achse

Ballaststoffe spielen eine wesentliche Rolle für die Immununterstützung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindestens 30 Gramm täglich. Lösliche Ballaststoffe aus Hafer oder Äpfeln regulieren den Cholesterinspiegel, unlösliche fördern die Verdauung.

Ein hoher Ballaststoffanteil senkt laut Analysen aus Juni 2026 das Risiko für Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes Typ 2 und unterstützt eine stabile Darmflora. Eine gesunde Darmbarriere gilt als präventiv gegenüber systemischen Entzündungen, die Hauterkrankungen befeuern können. Sauermilchprodukte können die Darmflora zusätzlich unterstützen – sofern keine Unverträglichkeiten vorliegen.

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Entzündungsmarker im Fokus der Forschung

Aktuelle Studien aus Juni 2026, unter anderem veröffentlicht in JAMA, zeigen, wie bestimmte Wirkstoffe Entzündungsmarker wie TNF-?, IL-6 und IL-17 reduzieren können. Diese Mediatoren sind maßgeblich an Entzündungsreaktionen beteiligt.

Die Forschungsergebnisse wurden primär im Kontext von Stoffwechsel- und neurologischen Erkrankungen erhoben. Doch die identifizierten Marker sind auch für die Dermatologie relevant. Die Reduktion dieser Botenstoffe – durch Medikamente oder Ernährung – bleibt ein zentrales Ziel in der langfristigen Behandlung der Schuppenflechte.

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