Selbstverteidigung trifft Fitness: Neue Kurse für Frauen ab Juni
22.06.2026 - 03:09:59 | boerse-global.de
Immer mehr Städte und Gemeinden setzen auf Programme, die Fitness, Selbstverteidigung und präventive Hilfesysteme kombinieren. Das Angebot reicht von speziellen Kampfsportkursen bis zu diskreten Codewörtern in Kinos.
Selbstverteidigung trifft auf Fitness
Der 1. Ju-Jutsu Verein Bernau startet am 22. Juni eine Trainingseinheit, die Abwehr-, Schlag- und Befreiungstechniken mit allgemeinem Kraftaufbau verbindet. Das Einstiegsmodell ist bewusst niedrigschwellig: Einen Monat lang gibt es ein kostenloses Probetraining, danach fallen monatlich zehn Euro an.
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Auch die Volkshochschule Baden-Baden hat das Thema aufgegriffen. Dort ist für den 21. November ein Kurs zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen im Stadtteilzentrum Briegelacker geplant. Ergänzt wird das Angebot durch langfristige Aikido-Kurse, die im September beginnen.
Selbst im öffentlichen Raum wird trainiert. Das Programm „Sport im Park“ in Bernau sieht für den 25. Juni eine Übungseinheit vor, die speziell auf Selbstverteidigung und Fitness im Freien ausgerichtet ist.
Gesundheitsspezifische Kurse für jede Lebensphase
Neben der Sicherheit rücken gesundheitliche Themen für Frauen in den Fokus. Die Bandbreite reicht von sanfter Gymnastik bis zu spezialisiertem Beckenbodentraining.
Die FRAKIMA-Werkstatt bietet ab dem 22. Juni fortlaufende Gymnastikeinheiten unter der Leitung von Christina Schmeling an. Das Konzept „MAWIBA“ richtet sich am 24. Juni in Bernau an Schwangere, Mütter mit Babys und Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen. Ein ähnlicher Fokus auf die Beckenbodenmuskulatur findet sich in Yoga-Kursen für Fortgeschrittene am selben Tag.
Inklusion wird großgeschrieben: Für den 23. Juni ist eine Solo-Tanzzeit für Frauen geplant. Parallel dazu organisiert die Inklusionsmanufaktur wöchentliche Termine für inklusive Sportgruppen – unabhängig von körperlichen Voraussetzungen.
Diskrete Hilfe im öffentlichen Raum
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Die Stadt Korneuburg geht noch einen Schritt weiter. Mit dem Projekt „Frauensicherheitsaudit“ will sie sogenannte Angsträume im öffentlichen Raum identifizieren und Barrieren im Mobilitätsverhalten abbauen. Bürgerinnen sind aufgerufen, konkrete Problemstellen zu benennen.
In Warendorf setzt ein lokales Lichtspielhaus auf ein diskretes Hilfesystem. Das Codewort „Ist Luisa hier?“ gibt Frauen in bedrängten Situationen die Möglichkeit, unauffällig Unterstützung beim Personal anzufordern – ohne die Aufmerksamkeit Dritter zu erregen.
Die Maßnahmen zeigen einen klaren Trend: Physische Ausbildung wird zunehmend durch präventive Konzepte in der sozialen Infrastruktur ergänzt.
