Seniorenarmut: 21,3% der Frauen über 75 leben unter der Armutsgrenze
14.06.2026 - 02:06:06 | boerse-global.de
63 Alterswohnungen, 73 Pflegeplätze und Tagesbetreuung unter einem Dach – ein Modellprojekt der Gemeinde Risch, der GRIAG und der Stiftung Alterszentrum Risch/Meierskappel. Ziel: Senioren den Verbleib in vertrauter Umgebung ermöglichen, auch wenn der Pflegebedarf steigt.
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Strategische Seniorenpolitik gefragt
Die Stadt Cottbus sieht sich durch aktuelle Bundesberichte bestätigt. Rund 35.000 Senioren leben dort – und profitieren von Beratungs-, Begegnungs- und Bildungsangeboten, die sie aktiv ins Stadtleben einbinden. Solche Konzepte werden immer wichtiger.
Denn die Zahlen sind alarmierend: Laut Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes liegt die Armutsquote bei über 65-Jährigen bei 19,5 Prozent. Bei Frauen über 75 steigt sie auf 21,3 Prozent. Materielle Not und soziale Isolation gehen dabei oft Hand in Hand.
Neue Wege gegen Einsamkeit
In Karlsruhe startet ein Pilotprojekt mit „sozialen Rezepten". Hausärzte können Patienten Zugang zu warmen Mahlzeiten und Beratung in Wohncafés oder Kulturküchen verschreiben. Der sechsmonatige Testlauf soll bis 2027 in einen Aktionsplan münden.
Der Lahn-Dill-Kreis setzte am 9. Juni 2026 auf eine Fachkonferenz zur sozialen Teilhabe. Im Fokus: Bewegungsförderung gegen Einsamkeit und Unterstützung für pflegende Angehörige.
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Mobilität und digitale Kompetenz
In Dessau zeigt der ADFC, wie Ehrenamt Barrieren abbaut. Mit Rikscha-Ausflügen bringen Freiwillige Bewohner von Pflegezentren zurück ins öffentliche Leben. Für rund 8.000 Euro wurde nun eine weitere Rikscha angeschafft.
Digitale Bildung wird ebenfalls großgeschrieben. In Wörth sind für Juni und September Informationsabende zur elektronischen Patientenakte (ePA) geplant. Ziel: Ältere fit machen für digitale Gesundheitsanwendungen. Auch Beratungen zur Wohnraumanpassung – etwa am 23. Juni in Dortmund – helfen, Unfälle zu vermeiden und den Verbleib in der eigenen Wohnung zu sichern.
Rechtliche Absicherung als Lebensqualität
Der VdK Kreisverband Kleve erkämpfte für seine Mitglieder 2025 Nachzahlungen von 5,4 Millionen Euro. Ein Beispiel, das die Bedeutung professioneller Beratung bei Sozialleistungen unterstreicht.
Ein Urteil des Bundessozialgerichts (Az. B 3 KR 25/08 R) stärkt zudem den Anspruch auf häusliche Krankenpflege – auch bei privat verordneten Medikamenten. Ein wichtiger Schritt für die Versorgungssicherheit im eigenen Zuhause.
