Sitzzeit: Fünf Minuten Bewegung pro Stunde senken Krebsrisiko um 22%
04.07.2026 - 17:56:30 | boerse-global.de
Das zeigt eine neue Studie der University of Glasgow.
Die Forscher um Dr. Frederick Ho werteten Daten von über 91.000 Teilnehmern der UK Biobank aus. Über einen Zeitraum von durchschnittlich zwölf Jahren beobachteten sie deren Sitzverhalten per Beschleunigungssensor. Die Ergebnisse veröffentlichten sie am 2. Juli im Fachjournal PLOS Medicine.
Schon fünf Minuten Bewegung helfen
Besonders kritisch sind Sitzphasen ab 30 Minuten ohne Unterbrechung. Die Studie zeigt einen Zusammenhang mit Darm-, Brust-, Leber- und Nierenkrebs sowie Karzinomen der Bauchspeicheldrüse, Eierstöcke, Speiseröhre und Schilddrüse.
Die gute Nachricht: Bereits kleine Änderungen im Alltag wirken präventiv. Wer eine Stunde Sitzen durch leichtes Gehen ersetzt, senkt das Risiko um zwölf Prozent. Bei 30 Minuten moderater Aktivität sind es acht Prozent.
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Am effektivsten sind kurze, intensive Belastungen: Fünf Minuten pro Stunde reduzieren das Krebssterberisiko um 22 Prozent.
Regelmäßige Unterbrechungen sind entscheidend
Der zentrale Befund: Nicht die Gesamtsitzzeit allein ist entscheidend, sondern die Dauer der ununterbrochenen Phasen. Wer regelmäßig Pausen macht, senkt sein Risiko um bis zu 20 Prozent.
Experten empfehlen etwa sechs Minuten Aktivität pro Stunde. Das Problem betrifft große Teile der Bevölkerung: Aktuell sitzen Kinder und Erwachsene durchschnittlich 55 Prozent ihrer Wachzeit.
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Globale Warnung der WHO
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prognostiziert, dass der Anteil körperlicher Inaktivität bis 2030 auf 35 Prozent steigen könnte. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit von Bewegungsstrategien – am Arbeitsplatz ebenso wie im Privatleben.
Die Forscher plädieren dafür, vor allem die Dauer der ununterbrochenen Sitzphasen zu verkürzen. Jede Unterbrechung zählt.
