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Spanischer HĂ€ndler: Microsoft-Lizenzen 77% gĂŒnstiger legal möglich

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 13:17 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Ein spanischer HĂ€ndler verkauft legale Microsoft-Lizenzen bis zu 77% gĂŒnstiger. Grundlage ist ein EU-Urteil von 2012 zum Weiterverkauf gebrauchter Software.

EU-Urteil ermöglicht gĂŒnstige Microsoft-Lizenzen von spanischem HĂ€ndler
Spanischer - Digitale LizenzschlĂŒssel ĂŒber Europakarte mit Hervorhebung Spaniens, Symbol fĂŒr legalen Software-Wiederverkauf. 07.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Ein spanischer Software-HĂ€ndler sorgt international fĂŒr Aufsehen: Das Unternehmen La Tienda de las Licencias (MYA WIFI S.L.U.) vertreibt Microsoft-Lizenzen fĂŒr Windows und Office zu stark reduzierten Preisen – und das legal. Möglich macht dies ein EU-Urteil aus dem Jahr 2012.

EU-Recht ebnet den Weg fĂŒr gĂŒnstige Lizenzen

Das GeschĂ€ftsmodell des spanischen Anbieters stĂŒtzt sich auf ein wegweisendes Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofs (EuGH). Im Fall UsedSoft gegen Oracle (C-128/11) entschieden die Richter, dass Softwarehersteller den Weiterverkauf „gebrauchter" Lizenzen nicht verbieten können – selbst wenn die Software ursprĂŒnglich aus dem Internet heruntergeladen wurde.

Das Urteil erschöpft die Verbreitungsrechte des Herstellers mit dem Erstverkauf einer Lizenz innerhalb der EU. FĂŒr Verbraucher bedeutet das: Wer eine Lizenz legal erworben hat, darf sie weiterverkaufen. Der spanische HĂ€ndler nutzt diese Rechtslage und bietet Produkte wie Windows 11 Pro, Windows 10 Pro, Office 2024 und Office 2021 an. Auch Enterprise-Software wie Windows Server 2025, Windows Server 2022 und SQL Server sowie Panda-Antivirenprodukte sind im Sortiment.

70.000 Bestellungen in ĂŒber 30 LĂ€ndern

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 70.000 Bestellungen in ĂŒber 30 LĂ€nder ausgeliefert. Die LizenzschlĂŒssel werden rund um die Uhr digital versendet – meist innerhalb weniger Minuten nach dem Kauf. Diese Effizienz beschert dem HĂ€ndler eine eKomi-Gold-Bewertung von 9,8 von 10 Punkten.

Trotz des rechtlichen Erfolgs ist der Anbieter kein autorisierter Microsoft-Partner. Das ist fĂŒr Kunden jedoch unerheblich: Die Lizenzen sind vollwertig und legal.

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Der spanische HĂ€ndler La Tienda de las Licencias verkauft legale Microsoft-Lizenzen bis zu 77% gĂŒnstiger – gestĂŒtzt auf ein EU-Urteil von 2012. Erfahren Sie in unserer Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung, wie auch Ihr Unternehmen von diesem Zweitmarkt profitiert. Jetzt kostenlose Anleitung anfordern

Microsofts Preispolitik treibt Kunden in den Zweitmarkt

Der Boom des Zweitmarkts fĂŒr Softwarelizenzen kommt nicht von ungefĂ€hr. Microsoft hat in den vergangenen Monaten die Preise fĂŒr seine Abonnementdienste angehoben. So stieg der Preis fĂŒr Microsoft 365 Business Basic von sechs auf sieben Euro pro Nutzer und Monat. Die Tarife Business Standard und Business Premium kosten inzwischen 14 beziehungsweise 22 Euro. Office 365 E3 verteuerte sich um 13 Prozent auf 26 Euro.

Kein Wunder also, dass viele Nutzer nach Alternativen suchen. Statt monatlicher AbogebĂŒhren locken einmalige Zahlungen fĂŒr lebenslang gĂŒltige Lizenzen. Anfang Juli bot etwa die Plattform StackSocial Microsoft Office Pro 2021 fĂŒr umgerechnet rund 46 Euro an – ein Rabatt von 77 Prozent gegenĂŒber dem regulĂ€ren Preis von etwa 200 Euro.

Enterprise-Kunden setzen auf KI-Integration

WĂ€hrend Privatnutzer und kleine Unternehmen auf gĂŒnstige Alternativen setzen, gehen große Konzerne den umgekehrten Weg. Microsoft meldete Anfang Juni 2026, dass Unternehmen wie Infosys, TCS und Wipro jeweils ĂŒber 100.000 ArbeitsplĂ€tze mit Microsoft 365 Copilot ausgestattet haben. Diese Unternehmensbereitstellungen legen besonderen Wert auf Datenschutz und nutzen Tools wie Microsoft Purview zur Verwaltung der KI-Integration.

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Datenschutz: Andalusien kassiert RĂŒge

Die Digitalisierung von Lizenzen hat auch eine Schattenseite. Im Juli 2026 wurde bekannt, dass die Regionalregierung von Andalusien vom Transparenz- und Datenschutzrat sanktioniert wurde. Der Grund: Über sechs Jahre hinweg hatte die Behörde die Daten von 525.000 SchĂŒlern und 74.000 Lehrern ohne ausreichende Einwilligung an Microsoft weitergegeben. Zwar verhĂ€ngte der Rat mehrere Sanktionen wegen schwerwiegender VerstĂ¶ĂŸe bei der DatenĂŒbermittlung ins Ausland, eine Geldstrafe blieb in diesem Fall jedoch aus.

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