Surface Go 4: Microsoft beendet Budget-Tablet-Produktion
03.07.2026 - 05:06:54 | boerse-global.de
Der Technologiekonzern beendet die Produktion seiner preisgünstigen Surface-Reihe – die Zukunft gehört teuren KI-Geräten.
Microsoft hat die Produktion des Surface Go 4 und Surface Laptop Go 3 eingestellt. Das berichten mehrere Branchenquellen übereinstimmend. Nachfolger für die beiden Einsteigermodelle sind demnach nicht geplant. Die Bestände in den meisten Märkten sind bereits ausverkauft, eine Wiederauffüllung wird es nicht geben.
Aus für die günstigsten Surface-Geräte
Mit dem Ende der Go-Serie verliert Microsoft seine günstigsten und kompaktesten Geräte aus dem Surface-Portfolio. Das Surface Go 4 war zuletzt ausschließlich für Geschäftskunden erhältlich. Auch ein geplantes Surface Go 5 mit Snapdragon-Prozessor wurde eingestampft. Grund: Zu geringes Interesse von Unternehmenskunden, die als Hauptzielgruppe für das robuste Kleinformat vorgesehen waren.
Die Preisentwicklung der Serie zeigt den Wandel deutlich: Startete das ursprüngliche Surface Go 2018 noch bei umgerechnet rund 350 Euro, lag der Einstiegspreis des Surface Go 4 zuletzt bei über 500 Euro – in Europa sogar bei bis zu 651 Euro.
Schwächelnder Markt für günstige Computer
Der Rückzug aus dem Budget-Segment kommt nicht überraschend. Der US-PC-Markt schrumpfte im ersten Quartal 2026 um sieben Prozent auf 15,8 Millionen ausgelieferte Geräte. Besonders hart traf es günstige Notebooks: Modelle unter 450 Euro verloren fast 19 Prozent.
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Haupttreiber sind steigende Komponentenpreise. DRAM- und NAND-Flash-Speicher verteuern sich rasant – angetrieben durch die hohe Nachfrage nach KI-Hardware. Für Hersteller wird es so immer schwieriger, niedrige Einstiegspreise zu halten.
Microsoft setzt voll auf Premium und KI
Die neue Strategie ist klar: Microsoft konzentriert sich auf margenstarke Premium-Geräte mit KI-Funktionen. Im Fokus stehen die Serien Surface Pro und Surface Laptop, darunter das kürzlich gestartete Surface Laptop 7 mit Snapdragon-X-Prozessoren.
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Als Alternative zu den eingestellten Einsteigergeräten empfiehlt Microsoft offenbar das Dell XPS 13 – ein Modell, das preislich jedoch in einer ganz anderen Liga spielt. In den USA liegt der Einstieg bei umgerechnet rund 620 Euro. In Deutschland und anderen europäischen Ländern kostet es dagegen weit über 1.000 Euro. Eine deutliche Preisschere, die viele Kunden spüren dürften.
Und die Entwicklung geht weiter: Branchenkreisen zufolge arbeitet Microsoft bereits an einem "Surface Laptop Ultra" mit Nvidia-Prozessor. Der Konzern verabschiedet sich endgültig vom Massenmarkt – und setzt auf die Zukunft der Hochleistungs-KI.
