Tai, Chi

Tai Chi: 70 Prozent weniger Stürze in sechs Monaten

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 09:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Tai Chi senkt Sturzrisiko um bis zu 70 Prozent. Bewegung und Krafttraining sind effektiver als Nahrungsergänzungsmittel.

Stretching-Apps & Tai Chi: Neue Studien zu Sturzprävention
Tai - Eine Person dehnt sich in einer hellen Umgebung, im Hintergrund ein unscharfes Tablet mit einer Fitness-App. 08.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Doch what hilft wirklich gegen Stürze und für mehr Mobilität? Ein Überblick über aktuelle Studien und Expertenempfehlungen.

Digitale Helfer: Worauf es bei Stretching-Apps ankommt

Dehnprogramme fürs Smartphone haben sich als einfache Lösung fürs Heimtraining etabliert. Die Qualität variiert jedoch stark. Fachleute nennen klare Kriterien: hochwertige Videoanleitungen, verschiedene Schwierigkeitsgrade und Hinweise zur richtigen Atmung und Entspannung.

Bei bestimmten Vorerkrankungen ist Vorsicht geboten. Menschen mit akuten Entzündungen, Thrombosen, Osteoporose oder Überbeweglichkeit sollten Dehnübungen nur nach ärztlicher Rücksprache machen.

Ein grundsätzlicher Wandel zeigt sich beim Timing: Statisches Dehnen vor dem Sport ist out. Personaltrainer Luke Worthington empfiehlt stattdessen gezielte Aufwärmübungen – als Ersatz für statisches Dehnen oder reines Cardio-Aufwärmen.

Tai Chi: 70 Prozent weniger Stürze

Tai Chi Walking gilt 2026 als prägender Beweglichkeitstrend. Zwar gibt es für dieses spezielle Format noch keine eigene Forschung, doch die Studienlage zum klassischen Tai Chi ist beeindruckend.

Eine Meta-Analyse belegt: Das Sturzrisiko sinkt um 43 Prozent, bei Verletzungsstürzen sogar um 50 Prozent. Eine taiwanesische Studie zeigt noch deutlichere Effekte: Nach sechs Monaten Tai Chi fiel die Sturzhäufigkeit um 70 Prozent, nach zwölf Monaten um 68 Prozent.

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Warum immer mehr Senioren im Alltag unsicher werden – und was wirklich dagegen hilft: Ein Physiotherapeut erklärt, wie gezieltes Training in wenigen Minuten täglich Stürze verhindern kann. Der Trainingsplan für mehr Kraft und Stabilität

Bereits 2012 wies das New England Journal of Medicine nach, dass Tai Chi das Gleichgewicht von Parkinson-Patienten signifikant verbessert. Der Energieverbrauch entspricht zügigem Gehen mit 6 km/h. Allerdings: Solche Mobilitätsübungen ersetzen kein moderates Ausdauer- oder Krafttraining.

Bewegung schlägt Pillen: Was die Forschung sagt

Eine umfassende Übersichtsarbeit im British Medical Journal liefert klare Ergebnisse. Die Analyse von 69 Studien mit über 150.000 Erwachsenen zeigt: Weder Kalzium noch Vitamin D senken das Risiko für Knochenbrüche oder Stürze klinisch bedeutsam.

Deutlich effektiver sind regelmäßige Bewegung, gezieltes Krafttraining und das Beseitigen von Stolperfallen zu Hause. Die Botschaft der Forscher ist eindeutig: Pillen können aktives Training nicht ersetzen.

Spielerisch fit: Apps und neue Trainingskonzepte

Neue Technologien setzen auf Motivation durch Gamification. Die App LightsOn des Tübinger Entwicklers Jirko Cernik verknüpft Apple Health-Daten mit einem Städtebauspiel. Die durch Bewegung erzeugte Energie versorgt eine virtuelle Stadt – ein direkter Anreiz für tägliche Aktivität.

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Um die eigene Beweglichkeit und Kraft bis ins hohe Alter zu erhalten, empfiehlt ein renommierter Orthopäde 17 einfache Übungen, die in nur 3 Minuten täglich sofortige Linderung bei Verspannungen bringen können. 17 Wunderübungen jetzt kostenlos als PDF sichern

Für die allgemeine Fitness gewinnt Zone-2-Training an Bedeutung. Bei 60 bis 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz verbessern sich Mitochondrienfunktion und Fettstoffwechsel. Ein praktischer Indikator: Während der Belastung sollte man sich noch mühelos unterhalten können.

Dass Mobilität bis ins hohe Alter möglich ist, zeigt das Beispiel des 98-jährigen Londoners Bill Kober. Er trainiert täglich mit Liegestützen, Yoga und Pilates – inklusive anspruchsvoller Positionen wie der Krähe-Pose. Der Einstieg in Mobilitätstraining lohnt sich also in jeder Lebensphase.

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