Teams-Update: Organisatoren können KI in Meetings jetzt deaktivieren
06.07.2026 - 10:49:33 | boerse-global.de
Neue Funktion erlaubt Organisatoren, KI-Tools während laufender Besprechungen zu deaktivieren.
Microsoft reagiert auf wachsende Datenschutzbedenken in Unternehmen: Mit einem neuen Schalter können Meeting-Organisatoren künstliche Intelligenz in Teams während laufender Sitzungen abschalten. Das Feature mit dem Namen „Meeting AI" wird seit Anfang Juli 2026 ausgerollt.
Kontrolle in Echtzeit
Der neue Regler gibt lizenzierten Organisatoren und Präsentatoren die Möglichkeit, KI-Funktionen wie Copilot, Facilitator und Recap direkt zu steuern. Wird ein Gespräch vertraulich, lässt sich die KI-gestützte Analyse und automatische Protokollierung sofort unterbrechen.
Die technische Kopplung ist dabei klar: KI-Funktionen sind an die Transkriptionsdienste der Plattform gebunden. Wer KI aktiviert, schaltet automatisch die Aufzeichnung frei. Umgekehrt gilt: Deaktiviert man die KI, muss auch die Transkription abgeschaltet werden. So entstehen keine KI-generierten Zusammenfassungen ohne zugrundeliegendes Textprotokoll.
Das Update erscheint für Windows, macOS, Mobilgeräte und Webbrowser. Allerdings gilt: Die IT-Administration des jeweiligen Unternehmens behält das letzte Wort – ihre Richtlinien auf Mandantenebene haben Vorrang vor den Einstellungen einzelner Meeting-Leiter.
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Gestaffelter Rollout
Microsoft verteilt die neue Funktion in mehreren Wellen über den Juli 2026. Nach einem gezielten Start für ausgewählte Nutzergruppen Anfang Juli folgt die allgemeine Verfügbarkeit in den USA zur Monatsmitte. Bis Ende Juli soll die Funktion weltweit ausgerollt sein.
Hintergrund der Neuerung: Nutzer hatten sich über fehlende kurzfristige Privatsphäre-Einstellungen beschwert. Der manuelle Eingriff gibt Unternehmen mehr Flexibilität, die Produktivitätsvorteile der KI mit strengen Datenrichtlinien zu vereinbaren.
Weitere Neuerungen im Microsoft-Universum
Der Teams-Update kommt nicht allein. Bereits im Juni 2026 führte Microsoft eine automatische Anwesenheitserfassung fürs Büro ein. Das Feature nutzt WLAN-Standortdaten, um festzustellen, wann Mitarbeiter vor Ort sind – standardmäßig deaktiviert, muss ein Administrator es erst freischalten.
Parallel dazu arbeitet Microsoft an der Zusammenlegung seiner KI-Angebote. Die bisher getrennten Copilot-Versionen für Verbraucher und Unternehmen sollen zu einer einheitlichen Anwendung verschmelzen. Diese wird voraussichtlich erweiterte Codierungswerkzeuge und neue „AutoPilot"-Agenten enthalten.
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Microsoft Research veröffentlichte zudem Project Sico, ein Open-Source-Framework für sicherere KI-Agenten. Die Software bietet sogenannten „digitalen Arbeitern" Sandbox-Umgebungen und menschliche Kontrollinstanzen, damit automatisierte Aufgaben nicht außer Kontrolle geraten.
Für die zweite Jahreshälfte 2026 plant Microsoft außerdem das Update Windows 11 Version 26H2. Es soll unter anderem eine erweiterte „Ask Copilot"-Funktion und feinere Systemsteuerungen bringen – darunter die Möglichkeit, Updates bis zu 35 Tage auszusetzen und verbesserten Administratorenschutz für temporäre Konten.
