Tsukuba: Autonomer Bus startet im regulÀren Betrieb mit sechs Fahrten tÀglich
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 12:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der japanischen Stadt Tsukuba hat am 2. Oktober 2026 der regulĂ€re Betrieb eines autonom fahrenden Busses auf der Kanto-Railway-Linie âTsukuba University Loopâ begonnen.
Das MobilitÀtsprojekt wird gemeinsam von der Stadtverwaltung Tsukuba, der UniversitÀt Tsukuba, dem Verkehrsunternehmen Kanto Railway sowie den Telekommunikationsunternehmen KDDI und KDDI Smart Mobility umgesetzt. Das Fahrzeug verkehrt auf der rund zehn Kilometer langen Rundstrecke im Automatisierungsgrad Level 2.
Feste Taktung und FernĂŒberwachung aus Tokio
Der regulĂ€re Fahrplan umfasst sechs Fahrten pro Tag, wobei die Rundfahrt in etwas mehr als 50 Minuten bewĂ€ltigt wird. Die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs liegt bei 40 Kilometern pro Stunde. Ausgelegt ist der Bus fĂŒr eine KapazitĂ€t von 15 Personen, wobei vorerst ausschlieĂlich SitzplĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen.
Die Fahrpreise bewegen sich zwischen 190 und 310 Yen; fĂŒr Kinder sowie Menschen mit Behinderungen gilt der halbe Preis. Ausgenommen vom Fahrbetrieb sind Wochenenden, gesetzliche Feiertage sowie die Zeit vom 28. Dezember 2026 bis zum 3. Januar 2027.
Eingesetzt wird der batterieelektrische Kleinbus âMinibus 2.0â, den die Stadt im GeschĂ€ftsjahr 2025 angeschafft hatte. In einer vorangegangenen Testphase von November 2025 bis Januar 2026 verzeichnete das Fahrzeug eine durchschnittliche Auslastung von 98,1 Prozent.
Parallel zum StraĂenbetrieb starteten KDDI und KDDI Smart Mobility am 2. Oktober 2026 die kontinuierliche FernĂŒberwachung aus dem Mobility Control Center in Tokio. WĂ€hrend KDDI die Kommunikationsinfrastruktur und die Ăberwachung verantwortet, ĂŒbernimmt KDDI Smart Mobility die Projektplanung, das Fortschrittsmanagement und die Evaluierung.
Tsukuba zeigt, wie ein autonomer Kleinbus im regulĂ€ren Takt fĂ€hrt: sechs Fahrten tĂ€glich, rund zehn Kilometer Rundstrecke, FernĂŒberwachung aus der Leitstelle. FĂŒr Kommunen, die den Schritt vom Test zum Linienbetrieb planen, bĂŒndelt dieser kostenlose Leitfaden die wichtigsten Schritte. In 3 Schritten zum autonomen Linienbetrieb â Leitfaden anfordern
Im Innenraum installierte Kameras mit kĂŒnstlicher Intelligenz registrieren Fahrgastzahlen, erkennen StĂŒrze im Bus und warnen vor dem Eindringen von Personen in Sicherheitszonen.
Begleitend bieten KDDI, KDDI Smart Mobility und KDDI Digital Life FahrgĂ€sten mit dem Tarif povo2.0 vom 2. Oktober 2026 bis zum 29. Januar 2027 die Aktion âpovo Data Oasisâ an. Ăber einen QR-Code an Bord erhalten Kunden an der Haltestelle Tsukuba Center tĂ€glich 0,1 Gigabyte Datenvolumen fĂŒr 24 Stunden, begrenzt auf maximal zehn Abrufe und ein Gigabyte monatlich.
Schrittweiser Ăbergang zu vollautonomen Systemen
Der aktuelle Level-2-Betrieb dient der Vorbereitung auf einen vollautonomen Betrieb nach Level 4, den die Stadtverwaltung fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2027 anstrebt. Im stĂ€dtischen Haushalt des GeschĂ€ftsjahres 2026 sind dafĂŒr insgesamt 112 Millionen Yen etatisiert. Die im laufenden Linienverkehr gesammelten Betriebs- und Sensordaten sollen die Grundlagen fĂŒr die behördliche Zulassung des fahrerlosen Betriebs schaffen.
Auch andere japanische Kommunen erproben autonome Nahverkehrskonzepte zur Sicherung der MobilitĂ€t. So kĂŒndigte die Stadt Toyooka laut Berichten vom 2. Oktober 2026 Testfahrten mit einem autonomiefĂ€higen Elektrobus im Thermalbadort Kinosaki Onsen an.
Der Fahrermangel im ĂPNV zwingt Kommunen zum Handeln â doch die Kosten fĂŒr autonome Projekte mĂŒssen planbar bleiben. Dieser Leitfaden zeigt, welcher Kostenrahmen fĂŒr Fahrzeug, Leitstelle und Betrieb realistisch ist und wie Sie Ihr Budget schrittweise aufstellen. Kostenrahmen fĂŒr Ihr AV-Projekt jetzt prĂŒfen
FĂŒr das dortige Vorhaben, das im November 2026 starten soll, kooperieren das Handelshaus Kanematsu, der Versicherer Sompo Japan und der Fahrzeughersteller A2Z, um technische AblĂ€ufe und Sicherheitskonzepte fĂŒr den kommunalen Einsatz zu erproben.
In Tsukuba soll die VerknĂŒpfung aus Linienbetrieb und LeitstellenĂŒberwachung bereits jetzt zeigen, wie automatisierte Kleinbusse im regulĂ€ren Taktverkehr stabil eingesetzt werden können.
