Ăbergewicht in Deutschland: 67% der MĂ€nner, 53% der Frauen betroffen
22.06.2026 - 04:52:54 | boerse-global.de
Eine Ăbersicht der geplanten Veranstaltungen fĂŒr 2026 und 2027 zeigt die thematische Bandbreite â von spezialisierten Genussmessen bis zu internationalen Leitmessen.
Fachmessen fĂŒr Spirituosen, Wein und nachhaltigen Genuss
Der Veranstaltungskalender fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte 2026 ist dicht. Den Auftakt macht das German Rum Festival am 29. und 30. August. Direkt darauf folgt vom 11. bis 12. September der Whiskyherbst. Ein Highlight fĂŒr die Bar-Szene ist der Bar Convent Berlin vom 12. bis 14. Oktober.
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Im Herbst locken mehrere Weinmessen: die Baden-WĂŒrttemberg Classics Berlin im Oktober, gefolgt von der WeinBerlin Ende desselben Monats. Im November stehen die Weinmesse Savoir Vivre und die Raw Wine Berlin auf dem Programm â letztere mit Fokus auf naturnah produzierte Weine. Nachhaltigkeit und alternative ErnĂ€hrung stehen bei der Rohvolution (Oktober) und dem Heldenmarkt (November) im Mittelpunkt.
FĂŒr 2027 sind die Termine der groĂen Leitmessen bereits fix. Die Internationale GrĂŒne Woche Berlin öffnet vom 15. bis 24. Januar. Die Fruit Logistica, Leitmesse fĂŒr den globalen Fruchthandel, folgt vom 3. bis 5. Februar.
Streetfood-Kultur und gastronomische Revitalisierung
Neben den Branchenmessen prÀgen diverse Streetfood-Events das Sommerprogramm. Mitte Juli ist ein Mango Festival geplant, Ende Juli das True Italian Pizza Street Festival. Im August locken Pistazien-SpezialitÀten und die Berlin Beer Week.
Ein kultureller Höhepunkt war das 5. Koschere Streetfood-Festival der JĂŒdischen Gemeinde Berlin im Juni. Ăber 40 StĂ€nde prĂ€sentierten israelisch-mediterrane KĂŒche. Im Rahmen des Festivals wiesen die Veranstalter auf die JĂŒdischen Kulturtage hin â sie finden vom 12. bis 22. November 2026 statt.
In der Berliner Gastronomie gibt es ein Revival: Die traditionsreiche Mokka-Milch-Eisbar auf der Karl-Marx-Allee hat wiedereröffnet. Nach einer denkmalgerechten Sanierung durch das Betreiberehepaar Neumann dient das Objekt nun als CafĂ©, Restaurant und Bar. Das Konzept umfasst EisspezialitĂ€ten und Hauptgerichte â das Mokka Rinderfilet kostet 32,90 Euro.
Technologische Innovationen und industrielle Trends
In der Zulieferindustrie gewinnen nachhaltige Produktionsverfahren an Bedeutung. Der Folienhersteller SĂŒdpack hat ein neues 7C-Flexodruck-Verfahren eingefĂŒhrt. Es reduziert durch eine erweiterte Farbskala den Einsatz von Sonderfarben. Eine zertifizierte Lebenszyklusanalyse zeigt: Die Technologie spart bis zu 18 Prozent CO2 im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren ein, da AbfĂ€lle minimiert und der Energieeinsatz gesenkt wird.
Auch die Rohstoffbasis verĂ€ndert sich. In Sachsen-Anhalt forciert das Projekt âDigitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungskettenâ den Anbau von Futtererbsen â gefördert mit 105 Millionen Euro. 2025 stieg die AnbauflĂ€che auf rund 24.900 Hektar, die Rekordernte lag bei zirka 76.100 Tonnen. Ziel ist es, die Region als Modellstandort fĂŒr die Bioökonomie zu etablieren.
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Gesundheitspolitik und PrÀventionsstrategien
Die Debatte um weniger Zucker in Lebensmitteln bleibt ein zentrales Branchenthema. VerbĂ€nde wie die Deutsche Diabetes Gesellschaft und foodwatch fordern im Rahmen der Aktion âWeniger Zuckerâ verstĂ€rkte staatliche Eingriffe. Als Referenz dienen RKI-Daten aus den Jahren 2008 bis 2011: 67,1 Prozent der MĂ€nner und 53 Prozent der Frauen in Deutschland gelten als ĂŒbergewichtig. Die Folgekosten werden auf bis zu 63 Milliarden Euro geschĂ€tzt.
Gefordert werden Werbeverbote fĂŒr ungesunde Kinderlebensmittel, steuerliche Anreize fĂŒr Rezepturoptimierungen und verbindliche Standards fĂŒr Kitas und Schulen. Beim zweiten Zuckerreduktionsgipfel im Herbst 2018 stand die Förderung der ErnĂ€hrungskompetenz im Vordergrund. Verpflichtende Zuckersteuern nach britischem Vorbild bleiben in Deutschland weiterhin umstritten.
