WhatsApp, Sicherheitsprüfung

WhatsApp: Neue Sicherheitsprüfung gegen Kopplungsbetrug

25.06.2026 - 00:43:33 | boerse-global.de

FBI meldet steigende SIM-Swapping-Fälle, WhatsApp führt neue Schutzfunktionen ein und KI-gestützte Angriffe nehmen drastisch zu.

SIM-Swapping und KI-Betrug: Sicherheitsbehörden schlagen Alarm
WhatsApp - Ein Smartphone-Bildschirm zeigt das WhatsApp-Logo mit einem digitalen Vorhängeschloss. Im Hintergrund sind verschwommene Datenlinien zu sehen. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

SIM-Swapping, Messenger-Missbrauch und KI-gestützte Angriffe treiben die Schadenssummen in die Höhe. Besonders WhatsApp reagiert mit neuen Schutzfunktionen.

SIM-Swapping: Fallzahlen steigen deutlich

Die US-Bundespolizei FBI registrierte 2025 bereits 222 Fälle von SIM-Swapping – ein Anstieg gegenüber 174 Beschwerden im Jahr 2023. Der wirtschaftliche Schaden liegt laut Behörden bei rund 6,2 Millionen Euro. In Großbritannien stiegen die Vorfälle 2025 um 38 Prozent.

Die Masche ist simpel: Kriminelle überreden den Mobilfunkanbieter, die Rufnummer des Opfers auf eine eigene SIM-Karte zu übertragen. Damit haben sie Zugriff auf SMS, Anrufe und oft auch auf Zwei-Faktor-Authentifizierungen. Der US-Anbieter AT&T bietet inzwischen eine kostenlose Kontosperre gegen unbefugte Portierungen an.

WhatsApp baut Schutz gegen Kopplungsbetrug aus

Am 24. Juni 2026 führte WhatsApp eine neue Sicherheitsprüfung für Anrufe von unbekannten Nummern ein. Vor Gesprächsbeginn zeigt das System Informationen wie Standort, Kontaktstatus und gemeinsame Gruppen an.

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Einen Tag zuvor kamen spezielle Schutzmaßnahmen gegen Device-Linking-Betrug. Die App markiert verdächtige Kopplungsversuche mit neuen Geräten und sendet Standortdaten sowie Gerätefunktionen an den rechtmäßigen Besitzer. In Indien bleibt die Belastung durch Spam enorm: Dort wurden jährlich rund 41 Milliarden Spam-Anrufe und 129 Milliarden Spam-Nachrichten gezählt.

KI als Brandbeschleuniger für Cyberkriminalität

Der Einsatz künstlicher Intelligenz treibt die Betrugswelle massiv an. KI-gestützte Cyberverbrechen stiegen 2025 um rund 1.200 Prozent. Laut World Economic Forum nutzen mittlerweile 86 Prozent aller Phishing-Angriffe KI-Technologien.

Die Erfolgsquote spricht für sich: Bei KI-generierten Nachrichten liegt die Klickrate bei 54 Prozent – bei herkömmlichen Phishing-Versuchen sind es nur 12 Prozent. Analysten prognostizieren, dass KI-gesteuerter Betrug bis 2027 ein Volumen von 37 Milliarden Euro erreichen könnte. In Australien stiegen die Betrugsverluste 2025 auf 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,8 Prozent.

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Acht Jahre alte Sicherheitslücke im Samsung-Kernel

Neben Social-Engineering-Methoden gefährden auch technische Schwachstellen die Gerätesicherheit. Eine Sicherheitslücke im Samsung-Kernel (CVE-2026-20971) blieb über acht Jahre unentdeckt. Sie betrifft zahlreiche Modelle der Galaxy-S- und A-Serie unter Android 13 bis 16.

Ein Patch wurde bereits im Januar 2026 ausgeliefert. Die Ausnutzung der Lücke erfordert allerdings eine lokale App und eine spezifische Race Condition – der Angriff ist technisch anspruchsvoll, aber möglich.

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