WhatsApp testet eigenen Cloud-Backup: 2 GB gratis, 50 GB für 0,99 Euro
20.06.2026 - 16:16:58 | boerse-global.de
Neben einem visuellen Online-Status stehen verbesserte Backup-Optionen im Fokus.
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Grüner Punkt statt Text-Label
WhatsApp führt in der aktuellen Beta-Version für Android (2.26.24.5) eine optische Änderung ein: Ein grüner Punkt auf dem Profilbild signalisiert künftig, ob ein Kontakt gerade online ist. Das Symbol erscheint im Chat-Info-Bereich und ersetzt die bisherige Textanzeige „Online".
Die Funktion steht zunächst nur einer begrenzten Gruppe von Beta-Testern zur Verfügung. Ein breiterer Rollout dürfte in den kommenden Wochen folgen. Wichtig: Der grüne Punkt respektiert die bestehenden Privatsphäre-Einstellungen. Wer seinen Online-Status in den Datenschutzoptionen versteckt hat, bleibt auch für andere unsichtbar. Parallel arbeitet WhatsApp an einem zentralen Kontakte-Hub, der diese visuellen Indikatoren nutzt, um aktive Verbindungen schneller erkennbar zu machen.
Backup-Verwaltung und eigener Cloud-Speicher
Neben den optischen Änderungen verbessert WhatsApp die Datenverwaltung. In der Beta vom 18. Juni 2026 (Version 2.26.24.4) testet die Plattform einen eigenen Bereich für Backup-Management. Nutzer können dort alte Sicherungen direkt in den App-Einstellungen einsehen, löschen oder duplizieren – eine praktische Hilfe, um Speicherplatz freizugeben.
Noch spannender: WhatsApp entwickelt offenbar einen eigenen, verschlüsselten Cloud-Backup-Dienst. Bisher sind viele Nutzer auf Drittanbieter angewiesen. Die interne Lösung könnte eine Alternative bieten. Ersten Informationen zufolge ist ein gestaffeltes Modell geplant: ein kostenloses Kontingent von bis zu 2 GB sowie ein 50-GB-Tarif für umgerechnet etwa 0,99 Euro pro Monat. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll die Sicherheit der Nachrichten gewährleisten.
Integration in die Android-Systemeinstellungen
Die Verwaltung der WhatsApp-Daten erweitert sich auch auf Systemebene. Aktuelle Updates der Google Play Services (Version 26.23) integrieren die Backup-Steuerung direkt in die Android-Einstellungen. Über das System-Backup-Menü können Nutzer künftig die Häufigkeit der Sicherungen festlegen, bestimmte Datentypen auswählen und zwischen WLAN oder Mobilfunk für den Upload wählen – ohne die WhatsApp-App öffnen zu müssen.
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Diese Integration bietet eine native Erfahrung für Android-Nutzer. Noch unklar ist, ob erweiterte Sicherheitsfunktionen wie 64-stellige Verschlüsselungsschlüssel oder Passkeys für Backups über die Systemoberfläche verwaltet werden können. Das Update der Google Play Services ist unabhängig von der Android-Version und steht damit einer breiten Gerätepalette zur Verfügung.
Weitere Funktionen in der Entwicklung
WhatsApp arbeitet zudem an zahlreichen weiteren Neuerungen. Dazu gehören eine neue Nachrichten-Animation für iOS, überarbeitete Gruppeninformationen und ein spezielles Widget für Sprachnachrichten. Auch „View-Once"-Textnachrichten für iOS und erweiterte Gruppenanrufe für den Web-Client sind in der Entwicklung. Der Messenger setzt damit seinen Kurs auf Funktionsgleichheit und Sicherheit über alle Plattformen hinweg fort.
