Deutschland, Gesundheit

Studie zu pflanzlicher ErnÀhrung nimmt Kinder ins Visier

17.11.2025 - 04:00:30 | dpa.de

Wie beeinflusst das Essverhalten der Eltern die ErnÀhrung ihrer Kinder? Die Coplant-Studie zu pflanzenbasierter ErnÀhrung weitet ihre Forschung jetzt auf Familien aus.

Studie zu pflanzlicher ErnÀhrung bezieht nun auch Kinder ein (Kinder sind am Zug (Archivbild)  - Foto: Uli Deck/dpa
Studie zu pflanzlicher ErnÀhrung bezieht nun auch Kinder ein (Kinder sind am Zug (Archivbild) - Foto: Uli Deck/dpa

Jetzt sind die Kinder dran - nach der im vergangenen Jahr gestarteten Coplant-Studie unter Koordination des Bundesinstituts fĂŒr Risikobewertung (BfR), der bislang grĂ¶ĂŸten Studie zu pflanzenbasierter ErnĂ€hrung im deutschsprachigen Raum, werden nun auch MinderjĂ€hrige in die Untersuchungen einbezogen. Die Forscherinnen und Forscher wollen herausfinden, welchen Einfluss das Essverhalten von Eltern auf ihre Kinder hat. Das Ganze lĂ€uft unter dem Namen «kids/family» – und die Daten werden beim Max Rubner-Institut in Karlsruhe und beim BfR in Berlin zusammengetragen.

Kinder im Fokus der Forschung zu pflanzlicher ErnÀhrung

Bis zu 200 Eltern-Kind-Paare werden jeweils an beiden Forschungseinrichtungen einbezogen, so der Plan. DafĂŒr werden die Kinder gewogen, gemessen sowie etwa Blutdruck- und Pulswerte erfasst. Bioproben wie Stuhl- oder Blutwerte sollen jedoch im Gegensatz zu den erwachsenen Teilnehmern, die schon seit dem vergangenen Jahr dabei sind, nicht genommen werden. Kinder und ihre Elternteile werden umfangreich befragt - nach familiĂ€ren Essroutinen etwa und ErnĂ€hrungswissen. 

Dadurch erhoffen sich die Experten AufschlĂŒsse darĂŒber, ob Kinder die gleiche ErnĂ€hrungsform wie ihre Eltern verfolgen oder welche sozialen und psychologischen Faktoren die ErnĂ€hrungsweise, den Lebensmittelverzehr und das Essverhalten von Kindern und Jugendlichen verschiedener Altersgruppen prĂ€gen. «Vor allem wird interessant sein, wenn Kinder ihr Essverhalten Ă€ndern und wir dann etwas ĂŒber die Motivation dahinter erfahren», sagt Lydia Schidelko, Projektleiterin des «kids/familiy»-Moduls.

Die elfjĂ€hrige Rebekka aus Karlsruhe hat ihren Termin hinter sich: Wiegen, Messen, Fragebögen ausfĂŒllen. Ihre Mutter ernĂ€hrt sich vegetarisch, Rebekka isst auch Fleisch. «Es gibt Gerichte, auf die könnte ich nicht verzichten», sagt sie. Zum Beispiel Nudeln mit Schinkensauce. 

Auch soziale Komponenten fließen ein

Ob die an der Studie teilnehmenden Kinder vegetarisch, vegan oder als Mischköstler unterwegs sind, ist zweitrangig. Untersucht werde das gesamte Spektrum der ErnĂ€hrungsweisen - «und wie sie im Alltag umgesetzt werden», so die Forscher. Der Ansatz der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler habe auch eine soziale Komponente: Die Experten wollen verstehen, wie innerhalb einer Familie mit Obst, GemĂŒse und pflanzlichen ErnĂ€hrungsweisen ĂŒberhaupt umgegangen wird und wie sich das auf Kinder und Jugendliche auswirkt.

Mitmachen können alle Kinder und Jugendlichen zwischen 2 und 17 Jahren mit mindestens einem Elternteil, das auch an der Coplant-Hauptstudie teilnimmt. Die Ergebnisse werden noch einige Zeit auf sich warten lassen. Erstmal mĂŒssen noch weitere Kinder gefunden werden. «Dann wird auf Hochtouren analysiert», sagt Schidelko.

Hauptstudie Coplant startete schon im vergangenen  Jahr

Die Hauptstudie Coplant unter Koordination des BfR lĂ€uft bereits seit Juni vergangenen Jahres. Dort und an sieben weiteren Einrichtungen in Deutschland und Österreich sollen dafĂŒr bis zu 6.000 Probandinnen und Probanden im Alter von 18 und 69 Jahren ĂŒber viele Jahre untersucht werden, unterteilt nach ErnĂ€hrungsform in Gruppen wie vegan (keine tierischen Produkte), vegetarisch (kein Fleisch und Fisch, aber zum Beispiel Milch und Eier), pescetarisch (Fisch, aber kein Fleisch) oder Mischkost. Geplant ist, dass immer wieder einzelne Erkenntnisse veröffentlicht werden.

 

 

 

 

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