Zuckersteuer, Bundesregierung

Zuckersteuer ab 2028: Bundesregierung will Softdrinks teurer machen

10.05.2026 - 23:34:55 | boerse-global.de

Bundesregierung plant Abgabe auf zuckergesĂŒĂŸte GetrĂ€nke ab 2028 zur BekĂ€mpfung von Adipositas und Diabetes.

Zuckersteuer ab 2028: Bundesregierung will Softdrinks teurer machen - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Zuckersteuer ab 2028: Bundesregierung will Softdrinks teurer machen - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Ab 2028 sollen Hersteller zur Kasse gebeten werden. Ziel ist die BekÀmpfung von Adipositas und Typ-2-Diabetes.

Der durchschnittliche Pro-Kopf-Zuckerkonsum in Deutschland liegt bei 83 Gramm pro Tag. Besonders alarmierend: Rund 25 Prozent der 14- bis 17-JÀhrigen trinken tÀglich zuckerhaltige Softdrinks.

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Pflanzliche Fette senken Sterberisiko um 16 Prozent

Eine Harvard-Studie mit 221.000 Teilnehmern liefert neue Erkenntnisse. Wer tÀglich 2,5 bis 3 Teelöffel Butter isst, erhöht sein Sterberisiko um 15 Prozent. Der Wechsel zu Oliven-, Raps- oder Sojaöl senkt es dagegen um 16 Prozent.

Der Grund liegt im VerhĂ€ltnis von ungesĂ€ttigten zu gesĂ€ttigten FettsĂ€uren. Die Studie lief ĂŒber 30 Jahre und zeigt: Die Wahl des Fetts hat langfristige Konsequenzen.

HĂŒlsenfrĂŒchte schĂŒtzen vor Bluthochdruck

Forscher des Imperial College London und norwegische Wissenschaftler haben im Fachmagazin BMJ Nutrition Prevention & Health publiziert. Ihr Ergebnis: Hoher HĂŒlsenfrĂŒchte-Konsum senkt das Bluthochdruck-Risiko um 15 Prozent. Bei Sojaprodukten sind es sogar 19 Prozent.

Der maximal Schutzeffekt von 29 Prozent stellt sich bei 60 bis 80 Gramm tĂ€glich ein. Doch die RealitĂ€t sieht anders aus: EuropĂ€er essen im Schnitt nur 8 bis 15 Gramm HĂŒlsenfrĂŒchte pro Tag. Experten empfehlen 65 bis 100 Gramm.

Berliner Langzeitstudie untersucht pflanzliche ErnÀhrung

In Charlottenburg lĂ€uft die COPLANT-Studie. Professorin Cornelia Weikert vom Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung untersucht mit ihrem Team an 6000 Teilnehmern die Vor- und Nachteile rein pflanzlicher Kost. Auch moderne Ersatzprodukte wie GemĂŒseburger stehen im Fokus.

Das Else-Kröner-Fresenius-Zentrum an der TU MĂŒnchen forscht seit 20 Jahren zu diesen ZusammenhĂ€ngen. Ziel sind konkrete PrĂ€ventionsstrategien.

Der richtige Zeitpunkt macht den Unterschied

Die Chrononutrition gewinnt an Bedeutung. Eine Studie im Fachjournal npj Science of Food mit knapp 4900 Teilnehmern zeigt: PĂŒnktliches FrĂŒhstĂŒck und moderate Fastenintervalle korrelieren mit niedrigeren biologischen Altersindizes. Zu lange oder zu kurze Fastenzeiten schaden dagegen den Leberwerten.

Ein frĂŒhes Essensfenster von 8 bis 16 Uhr verbessert InsulinsensitivitĂ€t und Blutdruck stĂ€rker als ein spĂ€teres von 12 bis 20 Uhr. Der Grund: SpĂ€tes Essen fĂŒhrt bei steigendem Melatoninspiegel zu höheren Glukosewerten. Fachleute raten, die letzte Mahlzeit drei Stunden vor dem Schlafengehen einzunehmen.

Die Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health fand allerdings heraus: Reine zeitliche BeschrÀnkung hilft nicht beim Abnehmen, wenn die Kalorienmenge gleich bleibt. Intervallfasten wirkt primÀr als Instrument zur automatischen Kalorienreduktion.

EntzĂŒndungen bekĂ€mpfen, Gesundheit fördern

Chronische EntzĂŒndungen gelten als Wegbereiter fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Omega-3-FettsĂ€uren aus fettreichem Fisch und NĂŒssen wirken entzĂŒndungshemmend. Dr. Matthias Riedl empfiehlt, den individuellen Omega-3-Index messen zu lassen.

Flavonoide aus Beeren, Kapern, roten Zwiebeln und Äpfeln neutralisieren freie Radikale. Sie werden mit der PrĂ€vention von Alzheimer und GefĂ€ĂŸerkrankungen in Verbindung gebracht. EntzĂŒndungsfördernd wirken dagegen Weißmehlprodukte, Transfette und hochverarbeitete Fertigwaren.

Die Umsetzung im Alltag bleibt schwierig. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung empfiehlt fĂŒnf Portionen Obst und GemĂŒse tĂ€glich (550 Gramm). Frauen erreichen im Schnitt 3,1 Portionen, MĂ€nner nur 2,4. Gerade einmal 15 Prozent der Frauen und 7 Prozent der MĂ€nner erfĂŒllen die Vorgaben.

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Trend zur Individualisierung und Ballaststoffen

Unter dem Begriff „Fibermaxxing“ wird ballaststoffreiche Kost populĂ€r. Ballaststoffe fördern nicht nur die SĂ€ttigung, sondern sind essenziell fĂŒr ein gesundes Mikrobiom.

Die Forschung konzentriert sich zunehmend auf langfristig umsetzbare ErnĂ€hrungsumstellungen. Kurzfristige DiĂ€ten scheitern oft am Jo-Jo-Effekt. Konzepte mit pflanzlichen Fetten, HĂŒlsenfrĂŒchten und angepassten Essenszeiten versprechen dagegen nachhaltige Erfolge. Die Datenlage bestĂ€tigt: Eine pflanzenbetonte ErnĂ€hrung nach mediterranem Vorbild bietet den wirksamsten Schutz gegen die Folgen des modernen Lebensstils.

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