Zusatzstoffe, Französische

Zusatzstoffe: Französische Studie zeigt 29% höheres Bluthochdruck-Risiko

29.05.2026 - 19:48:58 | boerse-global.de

Forschung belegt: Bestimmte Konservierungsstoffe in verarbeiteten Lebensmitteln erhöhen das Risiko fĂŒr Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich.

Zusatzstoffe: Französische Studie zeigt 29% höheres Bluthochdruck-Risiko - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Zusatzstoffe: Französische Studie zeigt 29% höheres Bluthochdruck-Risiko - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Besonders versteckte Inhaltsstoffe in Fertigprodukten könnten das Herz-Kreislauf-System gefÀhrden. Im Fokus der Forschung stehen nicht nur klassisches Kochsalz, sondern spezifische Konservierungsstoffe und technologische ZusÀtze.

Bluthochdruck durch Zusatzstoffe

Eine französische Studie mit 112.000 Teilnehmern liefert konkrete Belege. Die regelmĂ€ĂŸige Aufnahme von Natriumnitrit, Kaliumsorbat, Kalium-Metabisulfit sowie kĂŒnstlicher AscorbinsĂ€ure und ZitronensĂ€ure erhöht das Risiko fĂŒr vaskulĂ€re Erkrankungen.

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Das Bluthochdruck-Risiko steigt bei hohem Konsum um bis zu 29 Prozent. Auch Herzinfarkte und SchlaganfÀlle treten hÀufiger auf. Hauptquellen: Wurstwaren, Fertiggerichte, Softdrinks und stark verarbeitete Snacks.

Versteckte Stoffe und Kontrollprobleme

Die Deklaration erschwert die Identifikation gefĂ€hrdender Stoffe. Das Bundeszentrum fĂŒr ErnĂ€hrung (BZfE) warnt vor versteckten ZusĂ€tzen. So wird Alkohol oft als Konservierungsmittel oder GeschmackstrĂ€ger eingesetzt – in Aufbackbrötchen, Fertigkuchen oder Grillsoßen. Das bleibt fĂŒr Verbraucher meist unsichtbar.

Auch RĂŒckstĂ€nde und Kontaminationen beeintrĂ€chtigen die Sicherheit. Im FrĂŒhjahr 2026 fĂŒhrten Salmonellenbelastungen und Schimmelpilzgifte zu RĂŒckrufen von GewĂŒrzprĂ€paraten. Solche VorfĂ€lle zeigen: Die Kontrolle der Lieferketten muss strenger werden.

PrÀvention und Gewichtsmanagement

53,5 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind ĂŒbergewichtig (RKI-Studie GEDA 2019/2020-EHIS). Strukturierte PrĂ€ventionskonzepte werden daher immer wichtiger. Ein etabliertes Modell setzt auf drei SĂ€ulen:

  • ErnĂ€hrungsumstellung: Nach DGE-Prinzipien – mit einem moderaten Gewichtsverlust von 0,5 bis 1 Kilogramm pro Woche.
  • Schlafhygiene: Mindestens sieben Stunden Schlaf regulieren die Hungerhormone Leptin und Ghrelin.
  • Stressmanagement: Weniger Cortisol hilft, viszerales Fettgewebe zu reduzieren.

Die SWEET-Studie untersuchte zudem die Wirkung von SĂŒĂŸstoffen beim Gewichthalten. 341 Teilnehmer zeigten nach einer DiĂ€tphase: Die SĂŒĂŸstoff-Gruppe stabilisierte das reduzierte Gewicht besser als die Kontrollgruppe. Der Unterschied lag im Schnitt bei 1,6 Kilogramm, bei konsequenter Einhaltung bis zu 3,8 Kilogramm.

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Praxistipps von Experten

Fachleute raten: Reduziert hochverarbeitete Produkte und setzt stattdessen auf frische Lebensmittel. Das minimiert die Aufnahme von Natriumverbindungen und kĂŒnstlichen ZusĂ€tzen.

Vorsicht bei NahrungsergĂ€nzungsmitteln: Öko-Test stufte im Juni 2026 zahlreiche Magnesium-PrĂ€parate als unnötig oder ĂŒberdosiert ein. Bei ausgewogener ErnĂ€hrung ist ein Mangel selten.

Besondere Aufmerksamkeit braucht die FlĂŒssigkeitszufuhr bei Hitze. Mediziner empfehlen 2,5 bis 3 Liter Wasser oder ungesĂŒĂŸten Tee – das unterstĂŒtzt die Nierenfunktion. Warnung: Bei hohen Temperaturen keine nierenschĂ€digenden Medikamente wie Ibuprofen leichtfertig einnehmen. In Kombination mit FlĂŒssigkeitsmangel steigt die Organbelastung zusĂ€tzlich.

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