Pistorius sieht keine GewĂ€hr fĂŒr Ăberwindung von Grönland-Krise
31.01.2026 - 00:00:00Vor einem Monat hĂ€tte Pistorius zufolge kaum jemand fĂŒr möglich gehalten, dass der US-PrĂ€sident in Bezug auf Grönland militĂ€rische Gewalt in Betracht ziehen wĂŒrde. Das "Kuriose" an der Grönland-Vereinbarung mit Rutte sei im Ăbrigen, "dass es gar nichts zu vereinbaren gibt", sagte der Verteidigungsminister. Es gelte weiterhin das Abkommen zwischen USA und DĂ€nemark zu Grönland von 1951. Danach könnten die USA ihr militĂ€risches Personal auf Grönland jederzeit hochfahren.
Die EuropĂ€er seien Trumps Zolldrohungen im Zuge seiner Grönland-AnnexionsplĂ€ne selbstbewusst entgegengetreten. "Dieser Spirit sollte uns in Zukunft leiten", sagte der Minister. "Trump setzt auf Verunsicherung und Angst, um seine Ziele zu erreichen. Aber wer Angst hat, trifft falsche Entscheidungen. Also lassen wir uns ja gerade nicht einschĂŒchtern."
Pistorius zeigte sich sicher, dass die USA Europa so brĂ€uchten, wie die EuropĂ€er die USA brĂ€uchten. Die US-Air Base in Ramstein sei der wichtigste StĂŒtzpunkt der US-Luftwaffe auĂerhalb der USA. Auch die USA hĂ€tten "ein Interesse an unserer engen Partnerschaft".
Es gebe auch keine Anzeichen dafĂŒr, dass die USA die Nato verlassen wollten, behauptete der SPD-Politiker. "Den nuklearen Schutzschirm stellen die USA auch in der neuen Verteidigungsstrategie nicht infrage." GelĂ€nge es Kremlchef Wladimir Putin, die USA aus Europa zu vertreiben, wĂŒrde Europa zu Russlands EinflusssphĂ€re werden, sagte Pistorius. "Dann lĂ€gen die USA zwischen Russland und China." Das sei nicht in ihrem Interesse.


