Iran, USA

UN-Chef vor Gesprächen: USA und Iran sollten Chance nutzen

11.04.2026 - 02:52:52 | dpa.de

Die Delegationen wollen in Pakistan über eine dauerhafte Beilegung des Iran-Konflikts verhandeln. UN-Generalsekretär Guterres fordert ernsthafte Bemühungen um eine Deeskalation.

Die Unterhändler der USA und des Irans wollen unter Vermittlung von Pakistan in Islamabad verhandeln. - Foto: Anjum Naveed/AP/dpa

Kurz vor den geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat UN-Generalsekretär António Guterres beide Kriegsparteien aufgefordert, sich ernsthaft um eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zu bemühen. Sie müssten die Gespräche in Pakistan als Chance nutzen, «um sich in gutem Glauben um eine dauerhafte und umfassende Einigung zu bemühen, mit dem Ziel, die Lage zu deeskalieren und eine Rückkehr zu Feindseligkeiten zu verhindern», sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. 

Die Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sollen heute beginnen. Die US-Delegation wird von Vizepräsident JD Vance angeführt.

Allerdings blieb bis zuletzt noch unklar, ob die iranische Delegation überhaupt an den Gesprächen teilnehmen würde. Teheran knüpfte seine Beteiligung an ein Ende der israelischen Angriffe auf die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon. Bislang setzt Israel seine Attacken auf die Hisbollah im Nachbarland allerdings unvermindert fort. Für die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran gilt hingegen seit wenigen Tagen eine zunächst auf zwei Wochen befristete Waffenruhe. 

Iran reist mit weitgehenden Forderungen an

Weitere Streitpunkte in den Verhandlungen dürften die Öffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr, Irans Atomprogramm und die Uran-Anreicherung, die Entwicklung ballistischer Raketen sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte sein. Der Iran fordert auch die Aufhebung aller Sanktionen. Zudem verlangt Teheran Reparationen, um die Zerstörung des gut fünf Wochen langen Kriegs auszugleichen.

Die Iraner sind mit einer großen Delegation nach Islamabad gereist. Sie wird nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt. Auch Außenminister Abbas Araghtschi gehört zur Delegation.

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