USA, Kriminalität

Epstein-Fall: Angeblich plötzlich eine Million neue Akten da

26.12.2025 - 14:59:26

Eigentlich sollte die Öffentlichkeit schon längst alle Ermittlungsakten zum Epstein-Skandal zu Gesicht bekommen haben. Doch alles verzögert sich - und plötzlich gibt es angeblich neue Akten.

  • Trump lenkt den Blick im Epstein-Fall erneut auf die Demokraten. - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

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  • Epstein betrieb einen Missbrauchsring. (Archivbild) - Foto: ---/AP/dpa

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Trump lenkt den Blick im Epstein-Fall erneut auf die Demokraten. - Foto: Alex Brandon/AP/dpaEpstein betrieb einen Missbrauchsring. (Archivbild) - Foto: ---/AP/dpa

Der Fall um die Veröffentlichung von Ermittlungsakten zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat eine neue Wendung: Angeblich sollen laut US-Justizministerium plötzlich eine Million neue Dokumente aufgetaucht sein, die mit dem Skandal in Zusammenhang stehen könnten. Die US-Regierung steht seit Tagen unter großem Druck, die bereits bekannten Ermittlungsakten zu veröffentlichen - die gesetzlich festgelegte Frist vom 19. Dezember ist längst verstrichen. US-Präsident Donald Trump attackiert unterdessen erneut die Demokraten in der Opposition.

Der Fall Epstein

Jahrelang hatte der Multimillionär Epstein aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll er Minderjährige etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben. 2019 starb Epstein mit 66 Jahren im Gefängnis, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können.

Der Finanzier hatte beste Kontakte in die High Society, was zahlreiche Spekulationen über die Tragweite des Skandals mit sich brachte. Immer wieder kam die Frage auf, welche prominenten Persönlichkeiten in Epsteins Machenschaften verwickelt gewesen sein könnten. Per Gesetz wurde schließlich vor gut einem Monat die Veröffentlichung der Akten verfügt, gegen die sich Trump lange gewehrt hatte.

Die neuen Akten

Das US-Justizministerium hat nun überraschend die Entdeckung von mehr als einer Million Dokumente, die möglicherweise mit dem Epstein-Fall zusammenhängen, bekanntgemacht. Die Bundespolizei FBI und Staatsanwaltschaft in New York (Southern District) hätten das Ministerium über die Dokumente informiert und man prüfe nun deren Freigabe gemäß gesetzlicher und gerichtlicher Vorgaben. Man werde die Dokumente «so schnell wie möglich» veröffentlichen. Zugleich verwies das Ministerium wegen des Umfangs auf weitere Wochen, die das voraussichtlich in Anspruch nehmen werde.

Es blieb unklar, wie es plötzlich dazu kam, dass so viele neue Dokumente auftauchten. Aus der Mitteilung ging auch nicht hervor, wann genau das Ministerium darüber informiert worden war.

Frist längst abgelaufen

Die US-Regierung von Donald Trump und insbesondere das Justizministerium stehen wegen der Veröffentlichung unter Druck. Eigentlich hätten die Dokumente zu den Epstein-Ermittlungen per Gesetz bis zum Freitag vergangene Woche der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen - bisher ist ein Teil einsehbar. Zum Teil sind Akten stellenweise geschwärzt.

Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, warf wegen der neu aufgetauchten Dokumente Trump Vertuschung vor. Amerikaner verdienten eine Antwort auf die Frage, was verborgen werde und warum, schrieb der Oppositionspolitiker auf X. Um den Epstein-Fall ranken sich viele Spekulationen, weshalb sich in den vergangenen Jahren immer mehr Druck hin zu einer Veröffentlichung aufgebaut hatte. 

Trump: Hexenjagd der radikalen Linken

An Weihnachten setzte der US-Präsident seine Attacken gegen die Demokraten, die eine Veröffentlichung der Epstein-Akten ebenso wie vereinzelt Vertreter seiner eigenen Partei der Republikaner gefordert hatten, fort. Er sprach in einem Post auf der Plattform Truth Social von einer «Hexenjagd» der «radikalen Linken». Er suggerierte in seinem Post auch, dass Demokraten in den Akten stünden, die dann viel zu erklären hätten, wenn sich das herausstellt. Die Politik der Demokraten nannte er korrupt. Er schloss mit den Worten: «Genießen Sie Ihr vielleicht letztes frohes Weihnachtsfest!».

@ dpa.de

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