US-Gericht: Stopp von EinwanderungsantrÀgen rechtswidrig
05.06.2026 - 19:51:15 | dpa.de
Der unbefristete und pauschale Bearbeitungsstopp von EinwanderungsantrĂ€gen in den USA ist nach Auffassung eines Bundesbezirksgerichts rechtswidrig. Die US-Einwanderungsbehörde USCIS habe eine Reihe an MaĂnahmen ergriffen, die das Leben unzĂ€hliger Einwanderer «in eine ungewisse rechtliche Schwebe» versetzt habe, schrieb Richter John J. McConnell in seiner UrteilsbegrĂŒndung. Die Pausierung sei nicht mit dem Gesetz vereinbar.
Im vergangenen Winter hatte die USCIS entschieden, jegliche finale Entscheidungen ĂŒber Green Cards, Arbeitserlaubnisse und EinbĂŒrgerungen fĂŒr Menschen aus 39 LĂ€ndern auszusetzen. Zudem wurde ein Stopp fĂŒr alle Asylentscheidungen verhĂ€ngt â unabhĂ€ngig vom Herkunftsland der Antragsteller.Â
Eine Green Card erlaubt es auslĂ€ndischen Staatsangehörigen, sich dauerhaft in den USA aufzuhalten und zu arbeiten.Â
Richter: Kein Fehlverhalten der Antragsteller
McConnell kritisierte weiter, dass die Aussetzungen nicht auf etwaiges Fehlverhalten der Antragsteller, sondern allein auf deren Geburtsland zurĂŒckzufĂŒhren seien. Er betonte, dass die Antragssteller alle Pflichten und Regeln eingehalten hĂ€tten â sei es die Einreichung benötigter Unterlagen oder das Entrichten der geforderten GebĂŒhren.Â
Ende November hatte die USCIS angekĂŒndigt, bis auf weiteres alle Asylentscheidungen auszusetzen, nachdem ein Afghane mutmaĂlich auf zwei Nationalgardisten geschossen hatte. Eine Soldatin starb an ihren Verletzungen. Kurz nach der Tat hatte die USCIS zudem eine umfassende ĂberprĂŒfung «aller AuslĂ€nder aus allen problematischen LĂ€ndern» angekĂŒndigt.
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