USA, Vatikan

Trump nach Papst-Kritik: Iran tötete 42.000 Demonstranten

15.04.2026 - 06:50:55 | dpa.de

Seit Papst Leo XIV. am Samstag ein Ende aller Kriege in der Welt forderte und damit auch den Iran-Krieg meinte, herrscht Aufruhr im Weißen Haus. Trump erinnert nun an die Toten der Proteste im Iran.

  • Die Ermahnungen von Papst Leo XIV. zu Frieden in der Welt haben den US-PrĂ€sidenten Donald Trump tief erzĂŒrnt. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
  • Die Ermahnungen von Papst Leo XIV. zu Frieden in der Welt haben den US-PrĂ€sidenten Donald Trump tief erzĂŒrnt. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpa
Die Ermahnungen von Papst Leo XIV. zu Frieden in der Welt haben den US-PrĂ€sidenten Donald Trump tief erzĂŒrnt. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpa Die Ermahnungen von Papst Leo XIV. zu Frieden in der Welt haben den US-PrĂ€sidenten Donald Trump tief erzĂŒrnt. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Im Streit mit Papst Leo XIV. um dessen Appell fĂŒr ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt hat US-PrĂ€sident Donald Trump noch einmal nachgelegt. «Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat?», schrieb Trump am spĂ€ten Dienstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Es sei «absolut inakzeptabel», dass der Iran ĂŒber eine Atombombe verfĂŒge. 

Die USA und Israel hatten Ende Februar einen Krieg gegen den Iran begonnen, unter anderem mit dem Ziel, das Atomprogramm Teherans und damit auch die FÀhigkeit zum Bau von Atomwaffen zu verhindern. Derzeit gilt eine zweiwöchige Waffenruhe. 

Ende Dezember hatten Protesten begonnen, die zunÀchst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst worden waren. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen AufstÀnden gegen das autoritÀre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor. 

Papst Leo XIV. hatte am Samstag in Rom bei einem Friedensgebet im Petersdom mit eindringlichen Worten ein Ende von Kriegen gefordert. Zuletzt hatten sich die Friedensappelle des sonst zurĂŒckhaltenden Papstes vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschĂ€rft. Die harschen Drohungen Trumps gegen den Iran verurteilte Leo - der erste Papst aus den USA - ungewöhnlich scharf und nannte sie «wirklich inakzeptabel». Seitdem hört die Papst-Kritik von Trump und seinem Vize JD Vance nicht auf.

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