Zerstörter Staudamm: Zahl der Todesopfer steigt weiter
13.06.2023 - 14:37:21Ein Woche nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms in der SĂŒdukraine ist die Zahl der Hochwasser-Opfer weiter gestiegen. Die Behörden auf der ukrainisch kontrollierten Seite der Region Cherson meldeten am Dienstag 10 Tote und 20 Verletzte. 42 Menschen wĂŒrden noch vermisst, teilte der Chef der Chersoner MilitĂ€rverwaltung, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. Am Montag hatten die ukrainischen Behörden noch von 6 Todesopfern gesprochen.
Auch am von Moskau kontrollierten SĂŒdufer des Flusses Dnipro stieg die Zahl der Toten den Angaben der russischen Besatzer zufolge von 8 auf 17. Da die besetzten Orte besonders schlimm von den Hochwassern betroffen sind, wird allerdings befĂŒrchtet, dass es in Wirklichkeit noch deutlich mehr Opfer gibt. Insbesondere die Angaben der russischen Seite sind oft nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfbar.
Durch ukrainische Rettungsaktionen wurden offiziellen Angaben zufolge bisher 2757 Menschen in Sicherheit gebracht, darunter 263 Kinder. In 133 FĂ€llen sei es ukrainischen Helfern gelungen, Bewohner von der besetzten Flussseite zu retten. Prokudin warf den russischen Besatzern vor, zu wenig fĂŒr die Rettung der Zivilisten in okkupierten Flutgebieten zu tun.
Der groĂe Staudamm in der Stadt Nowa Kachowka war am vergangenen Dienstag zerstört worden. AnschlieĂend strömten riesige Wassermassen aus dem angrenzenden Stausee aus und ĂŒberschwemmten zahlreiche Orte, darunter auch die Gebietshauptstadt Cherson. Die Ukraine, die sich seit mehr als 15 Monaten gegen einen russischen Angriffskrieg verteidigt, wirft Russland vor, das Bauwerk gesprengt zu haben. Moskau dementiert das.
Die Situation ist vielerorts weiter katastrophal. Zugleich begann der Wasserstand etwas zu sinken. In der Stadt Cherson etwa lag er laut offiziellen Angaben am Dienstagvormittag noch bei 2,9 Metern. UngefÀhr zur selben Zeit am Vortag waren es noch 3,29 Meter gewesen.







