dpa-AFX Ăberblick: KONJUNKTUR vom 13.05.2026 - 17.00 Uhr
13.05.2026 - 17:05:02 | dpa.deROUNDUP 2: 1.000-Euro-PrÀmie gekippt - Reform-Fahrplan beschlossen
BERLIN - Die 1000-Euro-PrĂ€mie als Ausgleich fĂŒr hohe Spritpreise ist vom Tisch. DafĂŒr haben Union und SPD sich im Koalitionsausschuss erstmals auf einen Fahrplan fĂŒr die geplanten Steuer- und Sozialreformen festgelegt: Bis zur Sommerpause soll unter Einbeziehung von Arbeitgebern und Gewerkschaften ein groĂes Paket geschnĂŒrt werden. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der sechsstĂŒndigen Verhandlungen der Koalitionsspitzen am Dienstagabend.
USA: Erzeugerpreise steigen deutlich stÀrker als erwartet
WASHINGTON - In den USA sind die Erzeugerpreise deutlich stĂ€rker gestiegen als erwartet. Die infolge des Iran-Kriegs höheren Energiekosten treiben die Erzeugerpreise. Die Preise, die Hersteller fĂŒr ihre Waren verlangen, legten im April im Jahresvergleich um 6,0 Prozent zu, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg der Rate auf 4,8 Prozent gerechnet. Zudem wurde die Jahresrate fĂŒr den Vormonat von 4,0 auf 4,3 Prozent nach oben revidiert.
Reiche: Bundesregierung muss liefern
AACHEN - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat die Ansicht vertreten, dass CDU/CSU und SPD in ihrer Analyse der derzeitigen politischen Lage gar nicht so weit auseinanderliegen. "Wo es wahrscheinlich unterschiedliche EinschĂ€tzungen gibt: Was zumutbar ist", sagte Reiche in einem GesprĂ€ch mit dem Journalisten Gabor Steingart beim Karlspreis-Forum in Aachen. Klar sei aber auch, dass die Koalitionspartner liefern mĂŒssten. "Ein Vertrag ist dazu da, dass man ihn erfĂŒllt." Alles andere wĂ€re "politisch verantwortungslos".
Arbeitgeber bei Sozialpartnerdialog skeptisch
BERLIN - Deutschlands Arbeitgeber haben den schwarz-roten Plan eines Treffens mit den Sozialpartnern im Koalitionsausschuss zurĂŒckhaltend aufgenommen. Der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Bundesvereinigung der Deutschen ArbeitgeberverbĂ€nde (BDA), Steffen Kampeter, erinnerte daran, dass Arbeitsministerin BĂ€rbel Bas (SPD) einen Sozialpartnerdialog zur Arbeitszeit zuletzt bereits als gescheitert eingestuft habe. Damit habe Bas Recht, sagte Kampeter in einer Mitteilung.
ROUNDUP: Bundesregierung ebnet Weg fĂŒr Bau neuer Gaskraftwerke
BERLIN - In Deutschland sollen in den kommenden Jahren neue Gaskraftwerke gebaut werden, um eine mögliche LĂŒcke bei der Stromversorgung zu verhindern. Die Bundesregierung ebnet dafĂŒr den Weg. Das Kabinett beschloss am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte in Berlin, damit solle Versorgungssicherheit in Deutschland gewĂ€hrleistet werden. "Erneuerbare Energien brauchen eine Lebensversicherung - und die heiĂt gesicherte Leistung."
GrĂŒne kritisieren Beschluss zum CO2-Preis
BERLIN - Die GrĂŒnen kritisieren den Beschluss der schwarz-roten Koalition, den CO2-Preis im kommenden Jahr stabil zu halten. "Wer den CO2-Preis einfriert, verschiebt nur die Probleme, statt sie zu lösen", sagte die klimapolitische Sprecherin der GrĂŒnen-Fraktion, Lisa Badum, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Eurozone: Industrieproduktion steigt schwÀcher als erwartet
LUXEMBURG - Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im MÀrz schwÀcher als erwartet gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legte sie um 0,2 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet.
Eurozone: Wirtschaftswachstum schwÀcht sich zu Jahresbeginn ab
LUXEMBURG - Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone hat sich zu Jahresbeginn abgeschwÀcht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe im ersten Quartal um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zugelegt, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch laut einer zweiten SchÀtzung mit. Damit wurde eine erste SchÀtzung bestÀtigt. Im vierten Quartal des Vorjahres hatte das Wachstum noch bei 0,2 Prozent gelegen.
ROUNDUP 2: Autoindustrie rechnet mit Verlust von 225.000 ArbeitsplÀtzen bis 2035
BERLIN - Der Verband der Automobilindustrie rechnet mit einem zusĂ€tzlichen deutlichen Stellenabbau in der Autoindustrie. "Wir mĂŒssen leider nach aktuellen Berechnungen von einem BeschĂ€ftigungsverlust von 225.000 ArbeitsplĂ€tzen bis 2035 ausgehen, also etwa 35.000 ArbeitsplĂ€tze mehr als bisher angenommen", sagte VDA-PrĂ€sidentin Hildegard MĂŒller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
BundesbankprÀsident Nagel warnt vor steigender Inflation
DĂSSELDORF/FRANKFURT - BundesbankprĂ€sident Joachim Nagel hat vor einer höheren Inflation gewarnt und eine schnelle Zinserhöhung durch die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) auf der nĂ€chsten Zinssitzung im Juni in Aussicht gestellt. "Wir können die hohen Energiepreise nicht ausblenden", sagte Nagel dem "Handelsblatt" (Mittwoch). "Zinserhöhungen werden immer wahrscheinlicher, wenn sich das Inflationsbild nicht grundsĂ€tzlich Ă€ndert."
Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Ăberblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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