ROUNDUP, Bundesregierung

Bundesregierung vermutet Russland hinter AusspÀh-Kampagne

27.04.2026 - 16:33:32 | dpa.de

Die Bundesregierung geht davon aus, dass Russland hinter der laufenden AusspÀh-Kampagne gegen Politiker, MilitÀrs und Journalisten steckt.

Aus Regierungskreisen hieß es, dass die Phishing-Kampagne ĂŒber den Messenger-Dienst Signal mutmaßlich aus Russland gesteuert wurde.

Im PrĂ€sidium des Bundestags wird derweil ĂŒberlegt, kĂŒnftig auf den Messengerdienst Wire zu setzen. BundestagsvizeprĂ€sidentin Andrea Lindholz sprach sich dafĂŒr aus, diese App nicht nur der Bundestagsverwaltung, sondern auch allen Abgeordneten zur VerfĂŒgung zu stellen. "Wir befinden uns in einer Bedrohungssituation, in der wir einen europĂ€ischen Anbieter schon aus GrĂŒnden der SouverĂ€nitĂ€t vorziehen sollten", sagte die CSU-Politikerin der "SĂŒddeutschen Zeitung". Am 5. Mai stehe das Thema auf der Tagesordnung der Kommission fĂŒr Informationstechnologien und Digitalisierung (IuD), einem Gremium des Ältestenrats des Bundestags.

Auch andere Staaten betroffen

Dass die Bundesregierung den Phishing-Angriff, der auch einzelne Mitglieder der Bundesregierung betrifft, Russland bislang nicht offiziell zuschreibt, mag damit zusammenhĂ€ngen, dass hier auch Erkenntnisse befreundeter Dienste berĂŒhrt sind.

Die Regierung der Niederlande, wo entsprechende Angriffe ebenfalls festgestellt worden waren, hatte bereits erklĂ€rt, sie sehe Russland hinter der Kampagne. Auch nach EinschĂ€tzung des FBI stehen die Angreifer in Verbindung mit russischen Geheimdiensten. Die Bundesanwaltschaft, die zu der mutmaßlichen Spionage in Deutschland ermittelt, hat sich zu einem möglichen Auftraggeber bisher nicht geĂ€ußert.

Zwei deutliche Warnungen der Sicherheitsbehörden

Vor der andauernden Cyberattacke hatten das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz (BfV) und das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erstmals im Februar öffentlich gewarnt. SpĂ€ter veröffentlichten sie einen weiteren Sicherheitshinweis mit konkreten Handlungsanweisungen.

Darin hieß es, die Kampagne werde "wahrscheinlich durch einen staatlich gesteuerten Cyberakteur durchgefĂŒhrt". Auf etliche Politikerinnen und Politiker gingen die Sicherheitsbehörden auch persönlich zu, um sie zu warnen beziehungsweise ihnen zu helfen, herauszufinden, ob sich Angreifer erfolgreich Zugang zu ihrem Account verschafft hatten.

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