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Europa Schluss: Minus verringert - US-China-Streit bleibt Thema

14.10.2025 - 18:13:26

Europas wichtigste AktienmÀrkte haben am Dienstag zum Handelsende ihre Verluste teils merklich eingegrenzt.

Sie folgten damit der Entwicklung an der Wall Street, wo der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 ins Plus drehte.

Der erneut entfachte Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China bleibt derweil zentrales Thema - und belastet. "Beide Seiten signalisieren zwar GesprÀchsbereitschaft, im Augenblick scheint aber keine Seite klein beigeben zu wollen", merkte Analyst Christian Henke vom Broker IG Markets an.

Der Leitindex des Euroraums, der EuroStoxx 50 EU0009658145, schloss mit minus 0,29 Prozent auf 5.552,05 Punkte. Der Cac 40 FR0003500008 in Paris dÀmmte seine AbschlÀge ebenfalls deutlich ein.

Am französischen Anleihemarkt sanken die Renditen. Frankreichs Regierungschef SĂ©bastien Lecornu setzt die umstrittene Rentenreform von PrĂ€sident Emmanuel Macron aus. Wie Lecornu in seiner RegierungserklĂ€rung ankĂŒndigte, soll die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 64 Jahre bis Januar 2028 zunĂ€chst nicht kommen. Damit entspricht er einer zentralen Forderung der Sozialisten, von denen die Verabschiedung des Haushalts und das politische Überleben der Regierung abhĂ€ngt.

Außerhalb des Euroraums sank der Schweizer SMI CH0009980894 um 0,40 Prozent auf 12.434,81 ZĂ€hler. Der britische FTSE 100 GB0001383545 drehte im spĂ€ten Handel ins Plus und schloss mit einem Zuwachs von 0,10 Prozent auf 9.452,77 Punkte.

An der Spitze der Sektoren standen die Telekomwerte EU0009658947. Die Aktien von Ericsson SE0000108656 trieben die Branche mit einem Kurssprung von 18 Prozent nach oben. Die Analysten von JPMorgan begrĂŒndeten den starken Anstieg mit einer deutlich besseren Margenentwicklung als erwartet. Die Aktien des Konkurrenten Nokia FI0009000681 stiegen um 4,3 Prozent.

Im Autosektor EU0009658681, der europaweit die schwĂ€chste Branche war, brachen die Titel des Reifenherstellers Michelin FR0000121261 nach einer Gewinnwarnung um fast 9 Prozent ein. Analysten sagten, das Ausmaß der Prognosesenkung sei grĂ¶ĂŸer als gedacht.

Im ebenfalls schwĂ€cheren Ölsektor EU0009658780 gaben die Aktien von BP GB0007980591 um 1,3 Prozent nach. Der britische Ölkonzern hatte im dritten Quartal zwar einer ersten EinschĂ€tzung zufolge mehr Öl und Gas gefördert. Gleichzeitig teilte das Unternehmen aber mit, dass das Ergebnis im Ölhandel schwach ausfallen dĂŒrfte.

@ dpa.de