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New York: Verluste - Drohung Trumps vor Ende von Iran-Ultimatum

07.04.2026 - 17:06:31 | dpa.de

Die wichtigsten US-Aktienindizes haben am Dienstag vor Ablauf des Ultimatums von US-PrÀsident Donald Trump an den Iran nachgegeben.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 fiel zuletzt um 0,5 Prozent auf 46.442 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 verlor 0,7 Prozent auf 6.564 ZĂ€hler. FĂŒr den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 1,2 Prozent auf 23.910 Punkte abwĂ€rts.

Stunden vor Ende seines Ultimatums richtete Trump noch einmal eine harsche Drohung an den Iran. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurĂŒckzukehren", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Er wolle nicht, dass das passiere, aber es werde wahrscheinlich dazu kommen.

Im Fokus steht die Forderung der USA an den Iran, die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Diese Meeresenge ist ein wichtiger Transportweg, nicht zuletzt fĂŒr Öl und FlĂŒssiggas. Ob es zu einer raschen Einigung oder gar einer Eskalation mit weiter steigenden Ölpreisen kommt, ist unklar. Das Ultimatum von US-PrĂ€sident Donald Trump lĂ€uft am Mittwochmorgen um 2.00 Uhr (MESZ) ab.

Bislang reagierte die iranische MilitĂ€rfĂŒhrung mit Spott auf Trumps bekrĂ€ftigte Warnung einer "völligen Zerstörung" aller iranischen Kraftwerke und BrĂŒcken. Der Iran meldete unterdessen Explosionen auf der Insel Charg im Persischen Golf, die vom US-MilitĂ€r bereits Mitte MĂ€rz aus der Luft angegriffen worden war.

Die Aktien von Apple US0378331005 sackten um 4,6 Prozent ab. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Nikkei Asia" unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, dass der Technologiekonzern bei der Entwicklung eines faltbaren iPhones in der technischen Testphase auf Probleme stĂ¶ĂŸt. Dadurch könne sich der Produktions- und Lieferplan um Monate verzögern.

Deutlich nach oben ging es fĂŒr die Aktien privater Krankenversicherer, nachdem bekannt wurde, dass das staatliche Krankenversicherungsprogramm Medicare den privaten Krankenversicherern im kommenden Jahr 2,48 Prozent mehr zahlen wird. Dies ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den ursprĂŒnglich im Januar vorgeschlagenen SĂ€tzen. Sie verbuchten die Papiere von Unitedhealth US91324P1021, Humana US4448591028 und CVS Health US1266501006 Kursgewinne zwischen 5,2 und 8,2 Prozent.

Die Titel von Broadcom US11135F1012 legten um 2,9 Prozent zu. Der Halbleiterkonzern gab eine Vereinbarung mit Alphabet US02079K3059 zur Entwicklung und Lieferung von Chips im Bereich KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) bekannt. Damit macht Broadcom Nvidia US67066G1040 zunehmend Konkurrenz, dessen Aktie 1,5 Prozent einbĂŒĂŸte. Laut Jefferies-Analyst Blayne Curtis dĂŒrfte die langfristige Vereinbarung Broadcom einen Mindestumsatz im Bereich von rund 200 Milliarden Dollar garantieren.

Die Anteilscheine von Gilead Sciences US3755581036 sanken um 0,7 Prozent. Der Pharmakonzern will das deutsche Biotech-Unternehmen Tubulis GmbH fĂŒr bis zu 5 Milliarden US-Dollar ĂŒbernehmen. GemĂ€ĂŸ den Bedingungen des Kaufvertrags erwirbt Gilead das gesamte Aktienkapital von Tubulis fĂŒr 3,15 Milliarden Dollar in bar als Vorauszahlung und leistet bis zu 1,85 Milliarden Dollar an Meilensteinzahlungen.

Die Aktien von Arm Holdings US0420682058 bĂŒĂŸten 6,6 Prozent ein, nachdem Morgan Stanley sie von "Overweight" auf "Equal-weight" abgestuft hatte. Die PlĂ€ne des Chipdesigners, eigene Chips zu verkaufen, berge Risiken und zudem könnte dies Vertriebskonflikte mit einigen seiner Lizenznehmer verursachen, hieß es.

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