ĂrzteprĂ€sident fordert Verschiebung des Kassen-Sparpakets
12.05.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deReinhardt kritisierte insbesondere die PlĂ€ne der Koalition, die SteuerzuschĂŒsse fĂŒr die Krankenversicherung insgesamt zu kĂŒrzen. "Das ist Haushaltskonsolidierung zulasten der Versicherten, der Patientinnen und Patienten und mittelbar auch der BeschĂ€ftigten im Gesundheitswesen", beklagte er. So notwendig eine Stabilisierung der GKV-Finanzen sei, dĂŒrfe ein solidarisch organisiertes Gesundheitssystem seine Leistungen nicht vorrangig an fiskalischen Vorgaben ausrichten, die sich unmittelbar auf die Patientenversorgung auswirken, mahnte Reinhardt. MaĂstab mĂŒsse der medizinisch notwendige Versorgungsbedarf der Bevölkerung sein, forderte der ĂrzteprĂ€sident.
So notwendig eine Stabilisierung der GKV-Finanzen sei, dĂŒrfe ein solidarisch organisiertes Gesundheitssystem seine Leistungen nicht vorrangig an fiskalischen Vorgaben ausrichten, die sich unmittelbar auf die Patientenversorgung auswirken. MaĂstab mĂŒsse der medizinisch notwendige Versorgungsbedarf der Bevölkerung sein. Deshalb sei es wichtig, die Lasten fair zu verteilen; ausdrĂŒcklich schlieĂe er dabei auch den Bundesfinanzminister ein. WĂŒrde der Bund endlich fĂŒr die versicherungsfremden Leistungen aufkommen, mĂŒsste man heute nicht ĂŒber Einspargesetze diskutieren. Stattdessen entziehe der Bundesfinanzminister dem System sogar zusĂ€tzliche Mittel und verschĂ€rfe damit die finanzielle Lage der GKV. Im Jahr 2027 solle der Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds um 1,75 Milliarden Euro sinken. Das sei Haushaltskonsolidierung zulasten der Versicherten, der Patienten und mittelbar auch der BeschĂ€ftigten im Gesundheitswesen. FĂŒr sie seien unbezahlte Mehrarbeit, steigender Leistungsdruck und immer engere Taktungen im Versorgungsalltag lĂ€ngst RealitĂ€t. Ein System, das dauerhaft darauf setze, strukturelle Defizite durch individuelle Ăberlastung auszugleichen, sei nicht zukunftsfĂ€hig. Ein so weitreichendes Gesetz könne man nicht mit der Brechstange durchdrĂŒcken. Bund, LĂ€nder und Selbstverwaltung brĂ€uchten ausreichend Zeit, um die vorgesehenen MaĂnahmen auf ihre Auswirkungen fĂŒr die Patientenversorgung zu prĂŒfen. Vor der Sommerpause solle gar nichts entschieden werden. Stattdessen solle die Bundesgesundheitsministerin alle Beteiligten, auch den Bundesfinanzminister, an einen Tisch bringen, um tragfĂ€hige Alternativkonzepte entlang klar definierter Zielmarken zu entwickeln.
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