Parteien, Familien

Kipping will schÀrferes Vorgehen gegen sÀumige Unterhaltszahler

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 10:35 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Angsichts der geplanten Streichung des Unterhaltsvorschusses fĂŒr 16- und 17-JĂ€hrige hat die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des ParitĂ€tischen Gesamtverbandes, Katja Kipping, stattdessen ein entschiedeneres Vorgehen gegen UnterhaltssĂ€umige gefordert.

Kipping will schÀrferes Vorgehen gegen sÀumige Unterhaltszahler
Katja Kipping (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Man muss die gesamte Palette der Maßnahmen nutzen", sagte Kipping der Sendung "FrĂŒhstart" von RTL und ntv am Donnerstag.

Sie verwies auf sehr kurze VerjÀhrungsfristen von drei Jahren und forderte lÀngere Fristen sowie bundeseinheitliche Strukturen, "wie eine Art Inkasso", um sÀumige Unterhaltszahler stÀrker in die Pflicht zu nehmen. Es gebe welche, die wirklich nicht zahlen könnten, aber auch welche, die nicht zahlen wollten und sich arm rechneten, erklÀrte Kipping.

Die bisher geplanten Einschnitte trĂ€fen hingegen Alleinerziehende, die es ohnehin verdammt schwer hĂ€tten, so Kipping. Das betreffe in der Regel MĂŒtter, die ohnehin schon jeden Tag zu jonglieren hĂ€tten und mehrere BĂ€lle in der Luft halten mĂŒssten. Viele von ihnen gingen einer Erwerbsarbeit nach, hĂ€tten dann noch alleine die gesamte Verantwortung fĂŒr die Kindererziehung und mĂŒssten in der Regel irgendwo eine aufstockende Sozialleistung beantragen. Kipping kritisierte, dass Unterhaltsvorschuss nur noch bis 16 gezahlt werde, obwohl Kinder auch danach Kosten verursachten. Der Staat sei der starke Akteur und mĂŒsse gegenĂŒber den UnterhaltssĂ€umigen das durchsetzen.

de | politik | 69778636 |