Trump fordert Abbau von WindrÀdern in der Nordsee
03.01.2025 - 18:15:58Der 78-JĂ€hrige verbreitete auf seiner Online-Plattform Truth Social einen Bericht aus dem vergangenen November ĂŒber den angekĂŒndigten RĂŒckzug des US-Ălkonzerns Apache aus der Region und kritisierte dabei GroĂbritannien fĂŒr einen seiner Meinung nach "sehr groĂen Fehler" in der Energiepolitik.
"Ăffnet die Nordsee. Schafft die WindrĂ€der ab!", schrieb Trump, der im vergangenen Herbst wĂ€hrend des US-Wahlkampfes unter anderem auch Deutschland fĂŒr die Energiepolitik mit WindrĂ€dern verspottet hatte. "Sie haben ĂŒberall WindrĂ€der aufgestellt, und der Wind wehte nicht so stark. Und wenn sie diesen Prozess fortgesetzt hĂ€tten, wĂ€re Deutschland jetzt pleite", hatte Trump gesagt. Anders als von dem Republikaner nahegelegt, hat Deutschland zuletzt von Jahr zu Jahr wieder mehr WindrĂ€der aufgebaut.
GroĂbritannien setzt verstĂ€rkt auf erneuerbare Energie
In dem von Trump geteilten Bericht begrĂŒndet Apache den RĂŒckzug bis 2029 aus der Nordsee damit, dass die Ălförderung durch steigende Abgaben unwirtschaftlich wĂŒrde. Ein Sprecher der Umweltschutzorganisation Greenpeace teilte mit, Trumps Aussagen wĂŒrden dessen "völlige Unkenntnis der RealitĂ€ten" offenbaren. Ob es dem kĂŒnftigen US-PrĂ€sidenten gefalle oder nicht, die von ihm unterstĂŒtzte Industrie befĂ€nde sich "im Niedergang", sagte der leitenden Greenpeace-Wissenschaftler Doug Parr.
Die im Juli gewĂ€hlte britische Regierung um Premierminister Keir Starmer setzt deutlich stĂ€rker auf umweltfreundlichere Energie. Neue Lizenzen fĂŒr Ăl- und Gasfirmen fĂŒr Bohrungen in der Nordsee sollen nicht mehr vergeben werden.
Trump dagegen hatte schon in seiner ersten Amtszeit (2017-2021) Standards beim Klima- und Umweltschutz gesenkt. Auf seine Initiative hin waren die USA 2020 aus dem Pariser Klimaabkommen ausgeschieden. Sein Nachfolger Joe Biden machte das rĂŒckgĂ€ngig.

