Bundesrat will ĂŒber Gesundheits-Sparpaket entscheiden
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 09:12 Uhr, dpa.de
Auch der Bundesrat will heute in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause ĂŒber das Gesundheits-Sparpaket der Bundesregierung entscheiden. Die LĂ€nder kamen trotz starker Bedenken gegen das Gesetzespaket einer Bitte des Bundestags um FristverkĂŒrzung fĂŒr die Beratungen nach. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Landesregierungskreisen. Es gibt in ihrem Kreis aber Bestrebungen, das Paket vorerst zu stoppen und den Vermittlungsausschuss anzurufen.
ZunĂ€chst muss der Bundestag das Vorhaben beschlieĂen, dann geht es weiter an den Bundesrat. Mit der Reform sollen die gesetzlichen Krankenkassen 2027 von stark steigenden Ausgaben entlastet werden, um neue Beitragserhöhungen zu verhindern. Vorgesehen sind Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken, Apotheken und Pharmabranche - aber etwa auch höhere Zuzahlungen fĂŒr Medikamente und EinschrĂ€nkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern.Â
Die LĂ€nder sorgen sich vor allem um ihre oft jetzt schon defizitĂ€ren KrankenhĂ€user, die zumeist von Kommunen betrieben werden. Die LĂ€nder verlangen dafĂŒr finanzielle UnterstĂŒtzung des Bundes. «Das, was bisher erreicht wurde, das ist aus kommunaler Sicht jedenfalls noch nicht das, was die Sache gangbar und vernĂŒnftig vertretbar macht», sagte Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) vor der Sitzung des Bundesrats. Ob es fĂŒr ein Anrufen des Vermittlungsausschusses eine Mehrheit geben werde, sei noch offen.
