Deutschland, Bundesregierung

Bundesrat gibt grĂŒnes Licht fĂŒr Gesundheits-Sparpaket

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 15:16 Uhr, dpa.de

Unter den LĂ€ndern gibt es erhebliche Kritik am Reformpaket fĂŒr das Gesundheitswesen. Das wird bei den Beratungen des Bundesrats deutlich.

Der Bundesrat hat das Gesundheits-Sparpaket der Bundesregierung passieren lassen. - Bild: Soeren Stache/dpa
Der Bundesrat hat das Gesundheits-Sparpaket der Bundesregierung passieren lassen. - Bild: Soeren Stache/dpa

Das Gesundheits-Sparpaket der Bundesregierung kann in Kraft treten. Nach dem Bundestag hat es auch den Bundesrat passiert. Ein Antrag, den Vermittlungsausschuss anzurufen, fand in der LÀnderkammer keine Mehrheit. 

Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder plĂ€dierte bei den Beratungen dafĂŒr, das Paket anzunehmen. «Ich glaube, dass der Gesamtentwurf, so wie er ist, mit Schmerzen, aber doch am Ende zustimmungsfĂ€hig ist», sagte der CSU-Vorsitzende. «Das Gesamtpaket (...) bremst die Kostenentwicklung, fĂŒhrt dazu, dass BeitrĂ€ge stabil bleiben.» Söder warnte davor, dass der Eindruck der HandlungsunfĂ€higkeit entstehen könnte, wenn das Gesetzespaket jetzt nicht beschlossen wĂŒrde.

Saarlands MinisterprĂ€sidentin Anke Rehlinger warb jedoch fĂŒr ein Anrufen des Vermittlungsausschusses. Es gehe nicht um eine Verschiebung des Pakets auf den «Sankt-Nimmerleins-Tag», betonte die SPD-Politikerin. «Nichtstun ist nicht die Alternative.» Man mĂŒsse aber noch einmal darĂŒber sprechen, dass kĂŒnftige Tarifsteigerungen der BeschĂ€ftigten nicht mehr vollstĂ€ndig von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden sollen. 

Dies könne man nicht unterstĂŒtzen, «insbesondere auch deshalb, weil es die KrankenhĂ€user in eine massive finanzielle Schieflage hineintreiben wird und damit letztendlich die Versorgungssituation gefĂ€hrdet wird», sagte Rehlinger.

Bundesregierung bessert noch zugunsten der LÀnder nach 

Auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) appellierte an die LĂ€nder, das Gesetz zu billigen. «Niemand kann weiter steigende BeitrĂ€ge wollen, weder Versicherte noch Arbeitgeber.» Die Grenze der Belastung sei definitiv erreicht. Angesichts der angespannten Lage der Kliniken habe man sich mit den LĂ€ndern verstĂ€ndigt, diesen noch einmal finanziell entgegenzukommen. Das Angebot bestehe in 450 Millionen Euro fĂŒr die KrankenhĂ€user und weiteren 100 Millionen Euro fĂŒr die Uni-Kliniken. FĂŒr die Pharmaindustrie sollten Abgaben reduziert werden, wenn sie in Deutschland Innovationen vorantreibe und produziere, sagte Warken.

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