Rechte BandenkriminalitÀt: Menschenhandel und Drogendeals
29.05.2026 - 16:19:31 | dpa.de
Bei einigen politisch motivierten StraftĂ€tern aus dem rechten Spektrum sieht die Polizei Verbindungen zur Organisierten KriminalitĂ€t (OK). Wie die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der GrĂŒnen-Fraktion mitteilt, wurden 2024 zwei OK-Gruppierungen festgestellt, die BezĂŒge zur politisch motivierten KriminalitĂ€t von rechts aufwiesen. In einem Fall ging es den Angaben zufolge um Menschenhandel und Ausbeutung. Bei der zweiten Gruppierung stand der Verdacht der RauschgiftkriminalitĂ€t im Raum.Â
Auch bei einer dritten Bande, die von der Polizei eindeutig zum Spektrum der rechten politisch motivierten KriminalitÀt gezÀhlt wird, ging es um Drogenhandel. Bei dieser OK-Gruppierung vermutet die Polizei, dass ihre politisch motivierten Handlungen durch kriminelle ErtrÀge aus der Zeit vor 2024 finanziert wurden. Im kompletten Verfahrenszeitraum sei ein krimineller Ertrag von rund 1,7 Millionen Euro ermittelt worden. Die Zahlen zur politisch motivierten KriminalitÀt im Jahr 2025 sollen demnÀchst veröffentlicht werden.
Keine Antwort zu Rechtsextremen als Mitarbeiter in Parlamenten
Die GrĂŒnen-Abgeordnete Schahina Gambir zeigte sich insgesamt unzufrieden mit der aus ihrer Sicht lĂŒckenhaften Beantwortung des Fragenkatalogs, den ihre Fraktion zu Finanzierungsformen der rechtsextremen Szene eingereicht hatte. Sie kritisierte: «Auf einen GroĂteil unserer Fragen antwortet die Bundesregierung nicht oder stellt die Antworten unter Verschluss». Zu den Fragen, die unter Verweis auf «Belange des Staatswohls» nicht beantwortet wurden, zĂ€hlt etwa die Frage, ob die Bundesregierung Kenntnisse hat, ob und wenn ja, wie viele vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Personen in Parlamenten oder parlamentsnahen Bereichen tĂ€tig sind.
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