Deutschland, Verteidigung

Bundesregierung will Schutz und Abschreckung im Weltraum

19.11.2025 - 11:31:17

Mit einer neuen Strategie will die Bundesregierung Satelliten besser schützen und zugleich ein Wettrüsten im All verhindern. Zwei Minister benennen die deutschen Ambitionen.

Die Bundesregierung will einen wirksamen Schutz von Satelliten und Kommunikationstechnik im Weltraum. Zugleich solle ein Wettrüsten im All verhindert werden, teilten das Verteidigungsministerium und das Auswärtige Amt bei der Vorstellung einer ersten Weltraumsicherheitsstrategie mit.

«Der Aufbau einer wehrhaften und abschreckungsfähigen Weltrauminfrastruktur ist jedoch für eine sichere und friedliche Nutzung des Weltraums unerlässlich», erklärten die Ministerien. 

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte im September angekündigt, die Bundesregierung wolle binnen fünf Jahren 35 Milliarden Euro für Weltraumprojekte und eine Sicherheitsarchitektur im All bereitstellen. 

«Abschreckung aufbauen, Wehrhaftigkeit und Resilienz stärken» 

Die neue Strategie benennt nun drei strategische Handlungsfelder. So sollen Gefahren und Bedrohungen erkannt werden. Zugleich sollen internationale Kooperationen und eine nachhaltige Ordnung im Weltraum gefördert werden. «Abschreckung aufbauen, Wehrhaftigkeit und Resilienz stärken», ist der dritte Punkt. 

«Wir erleben bereits heute, dass zum Beispiel Russland regelmäßig das GPS-Signal im Ostseeraum stört. Die Weltraumsicherheitsstrategie setzt den Rahmen dafür, wie wir uns im All besser schützen und verteidigen sowie gesamtstaatlich resilienter aufstellen können», erklärte Pistorius zur neuen Strategie. «Die Bundeswehr bildet dabei das Rückgrat der nationalen Weltraumsicherheitsarchitektur.»

Außenminister Johann Wadephul (CDU) teilte mit: «Von Kommunikation über die Steuerung von Marschflugkörpern oder Drohnen, bis hin zur Ausbeutung strategisch wichtiger Rohstoffe: Das Rennen um die Vorherrschaft im All ist in vollem Gange. Umso wichtiger ist es, dass Deutschland auch im Weltraum seine Interessen schützt.»

@ dpa.de

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