Weiche beschÀdigt: VerspÀtung auf wichtiger ICE-Strecke
29.04.2026 - 07:50:36 | dpa.deEin aus den Gleisen gesprungener GĂŒterzug sorgt fĂŒr massive Behinderungen im Fernverkehr der Bahn zwischen dem Ruhrgebiet und Hannover. ICE- und IC-Verbindungen etwa von DĂŒsseldorf ĂŒber Hannover nach Berlin mĂŒssen laut Bahn weitrĂ€umig umgeleitet werden. Dadurch seien die ZĂŒge etwa eine Stunde lĂ€nger unterwegs. AuĂerdem könnten FernzĂŒge durch die Umleitung nicht in Minden, Herford, Bielefeld und GĂŒtersloh halten.
Am spĂ€ten Dienstagabend sei in Minden in Westfalen der Waggon eines GĂŒterzugs an einer Weiche aus den Schienen gesprungen, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Mit viel GlĂŒck sei der Waggon an der nĂ€chsten Weiche aber wieder auf die Schienen zurĂŒckgesprungen, so dass letztlich nichts Schlimmeres passiert sei.
Allerdings sei die Weiche dabei beschĂ€digt worden, so dass im Moment keine ZĂŒge auf dem Abschnitt fahren könnten, sagte eine Bahn-Sprecherin. Wie schnell die Störung behoben werden könne, sei noch unklar. Hinweise auf Sabotage oder Vandalismus gebe es nicht, betonten Polizei und Bahn.
Störung auch im Regionalverkehr
Die Sperrung hat Auswirkungen auch auf die ICE-Strecke von Berlin nach Amsterdam. Die ZĂŒge mĂŒssten ĂŒber Bremen umgeleitet werden, teilte die Bahn mit. Dadurch dauere die Fahrt 70 Minuten lĂ€nger. AuĂerdem könnten die Bahnhöfe Minden, Bad Oeynhausen und BĂŒnde nicht angefahren werden.
Der Regionalverkehr rund um Minden war ebenfalls stark beeintrĂ€chtigt. Auf den Linien RE6, RE60, RE78 und RE70 komme es zu AusfĂ€llen und VerspĂ€tungen. Zwischen Minden und Hannover sei ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Bahn riet Reisenden, vor der Fahrt in der Online-Fahrplanauskunft ihre Verbindung zu prĂŒfen.
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