Bayern, Deutschland

Mehrere Verletzte an Gymnasium: Was wir wissen und was nicht

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 14:23 Uhr, dpa.de

An einem Gymnasium in Schongau in Oberbayern werden mindestens zwei MĂ€dchen verletzt, ein mutmaßlicher TĂ€ter wird festgenommen. Was bislang bekannt ist und welche Fragen noch offen bleiben.

  • Die Polizei nahm nach eigenen Angaben den mutmaßlichen TĂ€ter fest. (Symbolbild) - Bild: Boris Roessler/dpa
    Die Polizei nahm nach eigenen Angaben den mutmaßlichen TĂ€ter fest. (Symbolbild) - Bild: Boris Roessler/dpa
  • Die Polizei nahm nach eigenen Angaben den mutmaßlichen TĂ€ter fest. - Bild: Lennart Preiss/dpa
    Die Polizei nahm nach eigenen Angaben den mutmaßlichen TĂ€ter fest. - Bild: Lennart Preiss/dpa
Die Polizei nahm nach eigenen Angaben den mutmaßlichen TĂ€ter fest. (Symbolbild) - Bild: Boris Roessler/dpa Die Polizei nahm nach eigenen Angaben den mutmaßlichen TĂ€ter fest. - Bild: Lennart Preiss/dpa

Bei einer möglichen Amoktat an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau sind nach Angaben der Polizei mindestens zwei MĂ€dchen schwer verletzt worden. Ein mutmaßlicher TĂ€ter wurde festgenommen. Was zu dem Vorfall bislang bekannt ist und welche Fragen noch offen bleiben:

Was wir wissen

  • Vorfall: Am Welfen-Gymnasium in Schongau hat es nach Angaben der Polizei einen Vorfall gegeben, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden.
  • Amoklage: Nach dem Vorfall deutet laut einem Polizeisprecher vieles auf eine Amoklage hin.
  • TĂ€ter: Nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) handelt es sich um einen 16-jĂ€hrigen Mann mit kroatischer StaatsbĂŒrgerschaft. Er soll laut Herrmann in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung gewesen sein und zuletzt bei seinen Eltern gewohnt haben. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass es sich bei dem TĂ€ter um einen ehemaligen SchĂŒler handelt. Das sei aber noch nicht gesichert. Laut Herrmann fiel der 16-JĂ€hrige möglicherweise schon in der Vergangenheit durch Drohungen auf. Auch das mĂŒsse nun sorgfĂ€ltig recherchiert werden. Einen weiteren TĂ€ter gibt es nach Angaben von Herrmann nach derzeitigem Stand nicht. Zeitweise habe es entsprechende GerĂŒchte gegeben, sagte Herrmann. DafĂŒr gebe es jedoch keine belastbaren Hinweise.
  • Tatwaffe: Nach ersten Erkenntnissen war der TĂ€ter laut Herrmann mit Messer und auch einer Schusswaffe bewaffnet. ZunĂ€chst wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur jedoch keine Schusswaffe gefunden, wohl aber Munition. 
  • Verletzte: Laut einer Polizeisprecherin wurden mindestens zwei MĂ€dchen schwer verletzt. Sie seien ins Krankenhaus gebracht worden. Laut einem Polizeisprecher sind sie außer Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen handle es sich um SchĂŒlerinnen des Gymnasiums. 
  • Einsatz: Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sie mit zahlreichen Beamten am Gymnasium im Einsatz sei. Menschen vor Ort wurden aufgerufen, das Areal zu meiden.
  • Rettungshubschrauber: Laut einem Sprecher der ADAC-Luftrettung waren insgesamt sechs Rettungshubschrauber im Einsatz, vier davon vom ADAC. Einer der vier ADAC-Helikopter sei zur Versorgung von Verletzten genutzt worden.
  • Ort: Das Welfen-Gymnasium liegt in Schongau, eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern. Die Schule liegt nur wenige Hundert Meter von Altstadt und Lech entfernt.
  • Schule: Laut Internetseite werden am Welfen-Gymnasium etwa 800 SchĂŒler von mehr als 80 LehrkrĂ€ften unterrichtet. In direkter Nachbarschaft gibt es auch eine Grund-, Mittel- und Realschule.
  • Anlaufstelle: FĂŒr Angehörige und Eltern von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern wurde eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet.

Was wir nicht wissen

  • Weitere Verletzte: Ob es neben den zwei schwer verletzten MĂ€dchen weitere Verletzte gibt, ist noch unklar. Ein Polizeisprecher sprach zunĂ€chst von einer einstelligen Zahl.
  • Genauer Ablauf: Unklar ist, wie sich der Vorfall am Gymnasium genau abgespielt hat.
  • Motiv: Offen bleibt, aus welchem Motiv der mutmaßliche TĂ€ter handelte. Auch bleibt unklar, ob es eine wie auch immer geartete Beziehung zwischen dem TĂ€ter und den beiden schwer verletzten MĂ€dchen gab. Laut Herrmann gebe es im Moment dafĂŒr keine Hinweise. 
de | unterhaltung | 69723573 |

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