Niedersachsen, Deutschland

Stade: Drei Tote aus Hannover, drei aus Jugendeinrichtung

30.06.2026 - 16:31:13 | dpa.de

Für ein Hilfsgespräch fahren drei Mitarbeiter des Jugendamts nach Stade – dort werden sie getötet. Die anderen drei Opfer arbeiteten in der Jugendeinrichtung.

  • In der Nähe des Tatorts wurden Blumen und Kerzen niedergelegt. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
    In der Nähe des Tatorts wurden Blumen und Kerzen niedergelegt. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
  • Spezialisten des Landeskriminalamts untersuchen den Tatort. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
    Spezialisten des Landeskriminalamts untersuchen den Tatort. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
In der Nähe des Tatorts wurden Blumen und Kerzen niedergelegt. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa Spezialisten des Landeskriminalamts untersuchen den Tatort. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa

Unter den sechs Toten der Bluttat in Stade sind drei Mitarbeiter des Jugendamtes der Region Hannover. Es handelt sich um zwei Frauen sowie einen Mann, wie die Polizeidirektion Lüneburg bestätigte. Sie befanden sich zu einem Hilfeplangespräch in der Jugendhilfeeinrichtung der Hansestadt. Unter den Getöteten waren zudem zwei Frauen und ein Mann, die in der Jugendhilfeeinrichtung in der Dankersstraße arbeiteten.

Für die Opfer findet am Abend eine Andacht in der St.-Wilhadi-Kirche in Stade statt. Der Gottesdienst bietet Angehörigen, Betroffenen sowie Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, gemeinsam der Verstorbenen zu gedenken.

Ein 45-Jähriger aus dem Raum Hannover soll am Montag in Stade die vier Frauen und zwei Männer erschossen haben. Hintergrund ist nach Angaben der Polizei möglicherweise ein Sorgerechtsstreit. Der Tatverdächtige mit türkischer Staatsangehörigkeit hatte demnach einen Termin bezüglich des Sorgerechts für seine drei Monate alte Tochter.

Mitarbeiter trauern

«Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten den Familien, Freundinnen und Freunden der Getöteten sowie allen Kolleginnen und Kollegen, die dieses unfassbare Ereignis verarbeiten müssen», teilte die Region Hannover mit. Die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe setzten sich täglich für den Schutz von Kindern und Jugendlichen ein und begleiteten Familien in oftmals sehr belastenden Lebenssituationen. Dass Kolleginnen und Kollegen dabei ihr Leben verlieren, mache fassungslos. 

«Viele unserer Mitarbeitenden trauern und stehen unter dem Eindruck dieser schrecklichen Tat. Sie in dieser Situation zu begleiten und zu unterstützen, hat für uns höchste Priorität», hieß es weiter. Mit den Behörden sei man im engen Austausch. Die Hintergründe der Tat würden derzeit noch aufgeklärt.

de | unterhaltung | 69661954 |

Weitere Meldungen

Mordkommission übernimmt Ermittlungen nach Schüssen in Stade. Was die Ermittler jetzt besonders interessiert. Nach sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung sucht die Polizei weiter nach Hinweisen – und setzt auf die Bevölkerung. (Unterhaltung, 30.06.2026 - 15:58) weiterlesen...

Ermittlungen und Trauer nach tödlichen Schüssen in Stade. Sechs Menschen, die vermitteln und helfen wollten, sterben. Ein Termin zum Sorgerecht für ein Baby endet tödlich. (Unterhaltung, 30.06.2026 - 15:08) weiterlesen...

Ein Baby, ein Streit, sechs Tote – Trauer in Stade. Sechs Menschen, die vermitteln und helfen wollten, sterben. Ein Termin zum Sorgerecht für ein Baby endet tödlich. (Unterhaltung, 30.06.2026 - 14:01) weiterlesen...

Stade: Drei Mitarbeiter der Region Hannover unter den Opfern. Die Region Hannover reagiert erschüttert. Für ein Hilfsgespräch fahren drei Mitarbeiter des Jugendamts nach Stade – dort werden sie getötet. (Unterhaltung, 30.06.2026 - 13:38) weiterlesen...

Erschütterung nach Gewalttat in Stade - Andacht am Abend. Die Reaktionen zeigen, wie viele Menschen sich betroffen fühlen. In der Stadt soll es am Abend Raum für Trauer, Anteilnahme und Fragen geben. In Stade werden vier Frauen und zwei Männer erschossen. (Unterhaltung, 30.06.2026 - 12:52) weiterlesen...

Sechs Tote nach Schüssen in Stade – Wie geht es weiter?. Dringend verdächtig ist ein 45-Jähriger. Der Täter erschoss vier Frauen und zwei Männer, die beruflich in einer Mutter-Kind-Wohngruppe in Stade waren. (Unterhaltung, 30.06.2026 - 11:17) weiterlesen...