Bewegungspausen: Bereits 5 Minuten senken Krebsrisiko um 22%
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 12:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Wirtschaft leidet unter krankheitsbedingten Ausfällen – Unternehmen reagieren.
Studie belegt: Bewegungspausen senken Krebsrisiko deutlich
Die Untersuchung, veröffentlicht am 7. und 8. Juli in PLOS Medicine, wertete Daten von über 91.000 Teilnehmern der UK Biobank aus. Das Ergebnis: Jede zusätzliche Stunde Sitzen ohne Unterbrechung steigert das Krebssterberisiko um zehn Prozent.
Doch es gibt gute Nachrichten. Bereits leichte Bewegung senkt das Risiko um zwölf Prozent. Bei fünf Minuten intensiver Aktivität sind es sogar 22 Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt deshalb regelmäßige Unterbrechungen der sitzenden Tätigkeit.
Krankengeld-Ausgaben steigen auf 21,6 Milliarden Euro
Die gesundheitlichen Folgen treffen auch die Sozialkassen hart. Der BKK Dachverband bezifferte die Ausgaben für Krankengeld am 7. Juli auf 21,6 Milliarden Euro. Haupttreiber: Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychische Leiden mit durchschnittlich über fünf Wochen Ausfallzeit.
Das Strukturwandelbarometer des IFES zeigt parallel dazu den steigenden Leistungsdruck. 73 Prozent der befragten Unternehmen sehen Produktivitätssteigerungen als zentrales Thema. Gleichzeitig zweifeln 34 Prozent der Beschäftigten daran, bis zur Rente durchzuhalten. In körperlich belastenden Berufen wie Bau oder Pflege liegt dieser Anteil zwischen 57 und 72 Prozent – so der DGB-Index Gute Arbeit.
Neue Konzepte für gesündere Arbeitsplätze
Jede Stunde ununterbrochenen Sitzens erhöht das Krebssterberisiko um bis zu zehn Prozent. Schon fünf Minuten Bewegung senken es um 22 Prozent. Unser Report zeigt, wie Sie mit einer einfachen Routine und ergonomischen Hilfsmitteln Ihre Mitarbeiter schützen. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Die Industrie reagiert. Im Remmers Kompetenzzentrum in Löningen eröffnete im Juni eine Musterwerkstatt für ergonomische Lösungen im Handwerk. Gemeinsam mit Tischler Schreiner Deutschland zeigt sie, wie sich körperliche Belastungen minimieren lassen.
Auch das Betriebliche Gesundheitsmanagement gewinnt an Fahrt. Programme wie „fit2work“ beraten zu Hitzeschutz, Wiedereingliederung und gesundheitsfördernder Arbeitsplatzgestaltung – ein Schwerpunkt beim Tag der Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen Ende Juni.
Technik entlastet: Von Mini-PCs bis zum Elektro-Radlader
Die Hardware-Hersteller ziehen mit. Samsung bringt das Flip Display WMFX – ein UHD-System für bis zu 20 Personen mit einer Touch-Latenz von nur 26 Millisekunden. Für enge Arbeitsplätze hat ASUS die Mini-PC-Serie ExpertCenter PN54-S1 entwickelt: 0,6 Liter Volumen, aber bis zu vier 4K-Displays möglich.
Clas setzt in der Industrie auf Emissionsfreiheit und leisere Arbeitsumgebungen. Der batterieelektrische Radlader Torion 537e Sinus erreicht in der Kabine nur 65 dB(A) – eine deutliche Entlastung für das Bedienpersonal.
Der Trend ist klar: Technische Innovationen dienen nicht mehr nur der Produktivität. Sie sollen die Gesundheit der Arbeitskräfte schützen und deren langfristige Arbeitsfähigkeit sichern.
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