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Bank of England hÀlt Leitzins stabil

14.12.2023 - 13:54:56

Die britische Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet abermals unverÀndert gelassen.

Es betrĂ€gt weiterhin 5,25 Prozent, wie die Bank of England am Donnerstag nach ihrer geldpolitischen Sitzung in London mitteilte. Ökonomen hatten diese Entscheidung ĂŒberwiegend erwartet. Es ist bereits das dritte Mal in Folge, dass die WĂ€hrungshĂŒter stillhalten. Zuletzt hatten sie ihre Geldpolitik im August gestrafft.

Wie schon der vorherige Zinsentscheid im November wurde die jĂŒngste Entscheidung im geldpolitischen Ausschuss nicht einstimmig getroffen. Von den insgesamt neun Notenbankern sprachen sich drei fĂŒr eine weitere Zinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte aus. Die ĂŒbrigen Mitglieder votierten zusammen mit Notenbankchef Andrew Bailey fĂŒr stabile Zinsen.

Die Hinweise der Notenbank zur kĂŒnftigen Geldpolitik wurden kaum verĂ€ndert. Nach wie vor wird die Ansicht vertreten, dass weitere VerschĂ€rfungen der Geldpolitik bei anhaltendem Inflationsdruck erforderlich sein könnten. Zentralbankchef Bailey wird mit der Äußerung zitiert, dass im Kampf gegen die Inflation noch ein StĂŒck Weg zurĂŒckzulegen sei.

Das spricht gegen baldige Zinssenkungen, wie sie derzeit an den FinanzmĂ€rkten erwartet werden. Bisher gibt es aus der Notenbank keine klaren Ansagen, ob und wann die Geldpolitik gelockert werden könnte. Hintergrund der Markterwartungen ist vor allem die rĂŒcklĂ€ufige Inflationsrate, die nach Höchstwerten von gut 11 Prozent im vergangenen Jahr auf zuletzt 4,6 Prozent gefallen ist. Außerdem wird eine schwĂ€chere Wirtschaftsentwicklung erwartet.

Weitere Zinsanhebungen dĂŒrften in diesem Umfeld unwahrscheinlich sein. Die Notenbank bekrĂ€ftigte allerdings, dass der Leitzins fĂŒr einen ausreichend langen Zeitraum hinreichend restriktiv sein mĂŒsse, um die Inflation einzudĂ€mmen. Das spricht fĂŒr ein vorerst stabiles Zinsniveau.

An den FinanzmÀrkten legte das britische Pfund nach den Entscheidungen der Notenbank zu. Am Kapitalmarkt stiegen die Renditen an.

@ dpa.de