Arbeitsmarkt, Daten

Tarifverdienste im ersten Quartal um 2,7 Prozent gestiegen

31.05.2023 - 08:30:08 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Tarifverdienste in Deutschland sind im ersten Quartal 2023 gestiegen.

Stahlproduktion - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Stahlproduktion - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur

Im Durchschnitt nahmen sie um 2,7 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresquartal zu, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Die Tarifverdienste ohne Sonderzahlungen stiegen dabei im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,5 Prozent.

Im gleichen Zeitraum legten die Verbraucherpreise um 8,3 Prozent zu. Die tarifliche Entwicklung erfolgte im ersten Quartal 2023 in den Wirtschaftsabschnitten unterschiedlich: So waren im Gastgewerbe (+10,4 Prozent) und bei den Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, zu denen auch die Leiharbeit (+8,4 Prozent) zĂ€hlt, vor allem die starken prozentualen Erhöhungen der Bruttomonatsverdienste ausschlaggebend. Die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe war hingegen durch eine vergleichsweise geringe prozentuale Erhöhung der Bruttomonatsverdienste (+1,0 Prozent) bei gleichzeitig starker Erhöhung der Sonderzahlungen (+9,9 Prozent) geprĂ€gt. In den Wirtschaftsbereichen Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung (?1,5 Prozent), Erziehung und Unterricht (?1,8 Prozent) sowie Kunst, Unterhaltung und Erholung (?1,7 Prozent) fĂŒhrten insbesondere die im Vorjahresquartal gezahlten Corona-PrĂ€mien zu einer negativen Entwicklung des tariflichen Index mit Sonderzahlungen. WĂ€hrend fĂŒr Westdeutschland der Tarifindex mit und ohne Sonderzahlungen (2,8 Prozent beziehungsweise 2,5 Prozent) eine relativ Ă€hnliche Tendenz auswies, fiel die Entwicklung des Tarifindex inklusive Sonderzahlungen in Ostdeutschland mit 1,4 Prozent deutlich gedĂ€mpfter aus, so Destatis. Der Index ohne Sonderzahlungen lag hingegen im Vergleich zu Westdeutschland mit 2,7 Prozent nur geringfĂŒgig höher. Die unterdurchschnittliche Entwicklung des Tarifindex mit Sonderzahlung in Ostdeutschland im Vergleich zu Westdeutschland findet sich nicht in allen Wirtschaftsabschnitten wieder. Besonders deutlich sind die vergleichsweise höheren westdeutschen Sonderzahlungsentwicklungen in den Wirtschaftsabschnitten Land- und Forstwirtschaft (+3,1 Prozent in Westdeutschland vs. +0,8 Prozent in Ostdeutschland), Energieversorgung (3,2 Prozent vs. 0,0 Prozent), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (5,4 Prozent vs. 3,9 Prozent) und den freiberuflichen wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (3,7 Prozent vs. 0,6 Prozent) zu beobachten. Eine gĂ€nzlich gegenlĂ€ufige Entwicklung gab es beim Bergbau: Hier stieg der Tarifindex mit Sonderzahlungen in Westdeutschland deutlich geringer als in Ostdeutschland (1,7 Prozent vs. 5,5 Prozent), teilte das Bundesamt mit. Gleichwohl hat der Bergbau nur einen geringen Einfluss auf den Gesamtindex der Region. UrsĂ€chlich hierfĂŒr können Unterschiede in der regionalen Wirtschaftsstruktur sowie Effekte der jeweiligen Tarifverhandlungen sein.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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