Bundesregierung, Ukraine

Bundesregierung: Ukraine erfĂŒllt Auflagen fĂŒr EU-BeitrittsgesprĂ€che

30.05.2024 - 06:23:48

Die Ukraine hat nach EinschĂ€tzung der deutschen Regierung sĂ€mtliche Reformvorgaben fĂŒr den Beginn von GesprĂ€chen ĂŒber eine Aufnahme in die EuropĂ€ische Union umgesetzt.

"Aus Sicht der Bundesregierung erfĂŒllt die Ukraine alle Voraussetzungen, um die EU-Beitrittsverhandlungen im Juni eröffnen zu können", sagte Europastaatsministerin Anna LĂŒhrmann (GrĂŒne) der Deutschen Presse-Agentur. "Daher drĂ€ngen wir auf eine schnelle Einigung aller Mitgliedsstaaten auf den Verhandlungsrahmen."

Mit dem Verhandlungsrahmen werden Leitlinien und GrundsĂ€tze fĂŒr die BeitrittsgesprĂ€che festgelegt. Er ist Voraussetzung fĂŒr den Verhandlungsbeginn und muss von den 27 EU-Mitgliedstaaten einstimmig beschlossen werden.

Der Beginn von BeitrittsgesprĂ€chen mit der von Russland angegriffenen Ukraine und deren Nachbarstaat Moldau war bei einem EU-Gipfel im Dezember bereits grundsĂ€tzlich beschlossen worden. Gleichzeitig wurde aber vereinbart, dass vor dem Verhandlungsstart alle Reformauflagen erfĂŒllt sein mĂŒssen. So waren nach dem letzten schriftlichen Kommissionsbericht in der Ukraine manche Reformen zur KorruptionsbekĂ€mpfung, zum Minderheitenschutz und zum Einfluss von Oligarchen nicht vollstĂ€ndig umgesetzt. Bis zuletzt war unklar, ob die Bundesregierung die in der Zwischenzeit erzielten Fortschritte fĂŒr ausreichend hĂ€lt.

Ob es nun zu einer schnellen Einigung auf einen Verhandlungsrahmen kommt, könnte sich nach Angaben von BrĂŒsseler Diplomaten bei einem Treffen der EU-Botschafter der Mitgliedstaaten in der kommenden Woche zeigen. Nach ersten GesprĂ€chen auf dieser Ebene an diesem Mittwoch gilt derzeit vor allem Ungarn noch als Unsicherheitsfaktor.

@ dpa.de