Entwaldungsverordnung: EU schÀrft Regeln ab Ende Dezember 2026
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 18:47 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr um 4,7 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Das teilte das Forum Fairer Handel (FFH) mit. Trotz des Rekords liegen die BundesbĂŒrger im europĂ€ischen Vergleich jedoch weit hinten.
Deutsche geben nur 33 Euro pro Kopf aus
WĂ€hrend der Durchschnittsdeutsche 33 Euro fĂŒr faire Waren ausgab â ein Euro mehr als im Vorjahr â, investierten Schweizer Verbraucher satte 129 Euro pro Kopf. Ăsterreich kam auf 88 Euro, Frankreich auf 47 Euro. Besonders WeltlĂ€den legten zu: Ihr Umsatz stieg um zehn Prozent.
Nachhaltigkeit ist fĂŒr die meisten KĂ€ufer relevant. Eine TĂV-Befragung unter Kunden eines Versicherers zeigt: 87 Prozent achten beim Kauf darauf. 80 Prozent sehen in der Reparaturmöglichkeit einen wichtigen Anreiz fĂŒr umweltbewusstes Handeln.
Einzelhandel steckt in der Krise
Trotz des Booms bei Fair-Trade blickt der breite Handel dĂŒster in die Zukunft. Eine HDE-Umfrage unter 600 Unternehmen ergab: 42 Prozent bewerten ihre Lage als schlecht, 63 Prozent berichten von einer Verschlechterung. Zwei Drittel erwarten sinkende UmsĂ€tze. WĂ€hrend der stationĂ€re Handel stagniert, wĂ€chst der Online-Handel um 3,5 Prozent.
Die wirtschaftlichen Herausforderungen im Handel werden durch neue regulatorische Vorgaben wie die EU-Entwaldungsverordnung zusĂ€tzlich verschĂ€rft. Dieser kostenlose Leitfaden mit Checkliste hilft Ihnen dabei, Ihre Sorgfaltspflichten rechtssicher und effizient zu erfĂŒllen. Schritt fĂŒr Schritt zur Compliance â jetzt Gratis-E-Book sichern
Burger King setzt derweil auf pflanzliche Alternativen. Jeder vierte verkaufte Long Chicken und jeder fĂŒnfte Whopper basieren mittlerweile auf Pflanzen. Der Konzern will die Zahl seiner Restaurants von 760 auf 1.000 steigern.
EU lockert Entwaldungsverordnung
Die EU-Kommission hat ihre Entwaldungsverordnung angepasst. RinderhĂ€ute, Leder, runderneuerte Reifen und Soja-Saatgut fallen kĂŒnftig nicht mehr unter die Regeln. Neu aufgenommen wurden löslicher Kaffee und bestimmte Palmöl-Produkte. GroĂe und mittlere Unternehmen mĂŒssen die Vorschriften ab Ende Dezember 2026 einhalten, kleinere Betriebe ein halbes Jahr spĂ€ter.
Da die EU-Entwaldungsverordnung viele Unternehmen unvorbereitet trifft und empfindliche Sanktionen drohen, ist schnelles Handeln bei der Risikobewertung gefragt. Erfahren Sie in diesem Experten-Report, wie Sie betroffene Rohstoffe identifizieren und Sanktionen sicher vermeiden. Kostenlosen Report und Checkliste hier herunterladen
Kritik an irrefĂŒhrender Werbung ĂŒbt Foodwatch. Der Negativpreis fĂŒr fragwĂŒrdige Nachhaltigkeitsversprechen geht an LaVita. Das Produkt besteht zu groĂen Teilen aus Fruchtsaftkonzentrat. Bei der Abstimmung mit 66.000 Teilnehmern erhielt es 39,2 Prozent der Stimmen.
Solarstrom ĂŒberholt Kernkraft in der EU
Die Energiewende liefert neue Rekordzahlen. Im Juni deckte Solarstrom erstmals 25 Prozent des EU-Bedarfs â und lag damit vor Kernkraft und Gas. In Deutschland erreichte die Sonnenenergie sogar 36 Prozent. Volkswagen setzt dabei auf ungewöhnliche Helfer: In einem polnischen Werk pflegen 100 Schafe die GrĂŒnflĂ€chen unter einer Photovoltaik-Anlage. An sonnigen Tagen deckt sie den gesamten Energiebedarf des Standorts.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Ănderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.
