Fitness-Tracker im Betrieb: RV-Fit-Anträge steigen von 12.000 auf 65.000
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 12:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Spezialisierte Fitness-Tracker und Screening-Verfahren sollen die Arbeitsfähigkeit der Belegschaft langfristig sichern. Der Markt boomt.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Anträge für das Programm RV Fit stiegen von rund 12.000 im Jahr 2020 auf etwa 65.000 im Jahr 2024. Das zeigt das wachsende Bewusstsein für ergonomische und gesundheitliche Aspekte im Berufsalltag.
Praxis-Tests und neue Hardware
Einige Firmen gehen bereits in die konkrete Erprobung. Das Unternehmen AUMOVIO testete beispielsweise Schicht-Parcours: 220 Arbeiter durchliefen in 20-Minuten-Fenstern spezielle Übungen und Analysen. Auch der Schutz vor Umwelteinflüssen bleibt relevant – Experten betonen die Bedeutung von UV400-Werten bei Schutzausrüstungen.
Parallel dazu treiben Hardware-Hersteller die Entwicklung voran. Das Xiaomi Smart Band 10 Pro gilt aktuell als einer der führenden Tracker. Es bietet ein 1,74 Zoll großes AMOLED-Display mit 2000 Nits Helligkeit, misst die Herzfrequenzvariabilität und überwacht 150 Sportmodi. Bei einer Akkulaufzeit von bis zu 21 Tagen und einem Preis zwischen 63 und 70 US-Dollar zielt es auf eine breite Nutzerschaft.
Nächste Generation in den Startlöchern
Schon zeichnet sich der Nachfolger ab. Für das Xiaomi Smart Band 11 wurden im Juli erste Zertifizierungen in China gesichtet. Die Markteinführung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Die Akkukapazität bleibt demnach mit 233 mAh identisch, Optimierungen bei Sensoren und Software werden erwartet.
Für den preisbewussten Einstieg gibt es die Motorola Moto Watch Fit für rund 40 Euro. Spezialisierte Anbieter wie Zevelora bringen Wearables mit SpO2-Messung und Schlafmonitoring speziell für Berufstätige.
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Der Trend zum bildschirmlosen Tracker
Ein neuer Trend: Wearables ohne Display. Sie sollen Ablenkungen minimieren und die Tragezeit verlängern. Der indische Hersteller Noise hat mit dem REP Band ein solches Gerät vorgestellt, das speziell auf unterschiedliche Hauttöne kalibriert ist. Vorbestellungen sind seit Anfang Juli möglich.
Auch Garmin bereitet den Start eines bildschirmlosen Trackers namens Cirqa vor. Markenanmeldungen in Kanada, der EU und Großbritannien sowie Unterlagen bei der US-Regulierungsbehörde FCC deuten auf eine baldige Veröffentlichung hin. Das Gerät soll physiologische Daten, Stress-Erholung und Wachsamkeit messen – relevant für das Belastungsmanagement am Arbeitsplatz.
Wearables im medizinischen Einsatz
Die Technologie dringt zunehmend in klinische Bereiche vor:
- Augenschutz: Ein spezieller Navigationsgürtel für Sehbehinderte wurde als Medizinprodukt zertifiziert. Die Apple Vision Pro wurde in chirurgischen Umgebungen getestet – mit einer Latenz von unter 100 Millisekunden.
- Gehirngesundheit: Samsung startete Anfang 2026 gemeinsam mit der UCSF die TAH-DA-Studie. 1.000 Teilnehmer zwischen 40 und 89 Jahren nutzen Smartwatches und Tablets, um digitale Biomarker für kognitiven Abbau zu identifizieren.
- High-End-Diagnostik: Der Kernel Flow Helm misst mittels TD-fNIRS und EEG die Gehirnaktivität. Trotz eines Preises von über 117.000 US-Dollar prognostizieren Forscher einen breiten klinischen Nutzen – allerdings erst in etwa einem Jahrzehnt.
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