Geld fĂŒr Bauherren: KfW startet Förderung fĂŒr EH-55-HĂ€user
27.11.2025 - 11:23:03 | dpa.de
Der Bund und die Förderbank KfW nehmen in KĂŒrze die Förderung fĂŒr Neubauten mit dem beliebten Energiestandard EH 55 wieder auf. Vom 16. Dezember an können private Bauherren und gewerbliche Investoren, die schon eine Baugenehmigung fĂŒr ihr Projekt haben, AntrĂ€ge fĂŒr KfW-Förderkredite stellen, teilte die Bank in Frankfurt mit. Gefördert werden der Neubau und Erstkauf von WohngebĂ€uden, die die Anforderungen an ein Effizienzhaus 55 erfĂŒllen, also nur 55 Prozent der Energie eines Standardhauses verbrauchen.
Wiederaufnahme fĂŒr mehr Wohnraum
Mit der Wiederaufnahme trage man dazu bei, dass zĂŒgig mehr dringend benötigter Wohnraum entstehe, sagte KfW-VorstĂ€ndin Melanie Kehr. «Unsere Förderung setzt voraus, dass die Neubauten ausschlieĂlich auf Basis erneuerbarer Energien beheizt werden.» HĂ€user mit Gas- und Ălheizungen sind damit ausgeschlossen.
Die Förderung wird in das KfW-Programm «Klimafreundlicher Neubau» integriert. Zu den Voraussetzungen zÀhlen zudem:
- Pro Wohneinheit kann ein Kredit von bis zu 100.000 Euro beantragt werden. Der Zinssatz wird zum Förderstart festgelegt und von der KfW veröffentlicht. Er orientiert sich am Kapitalmarkt und wird aus Bundesmitteln verbilligt, solange das Geld reicht.
- Die Kreditlaufzeit betrÀgt maximal 35 Jahre, die Zinsbindungsfrist höchstens zehn Jahre.
- Auch fĂŒr NichtwohngebĂ€ude kann Förderung beantragt werden.
- Bauherren mĂŒssen den Antrag vor Beginn ihres Vorhabens stellen und KaufvertrĂ€ge dĂŒrfen erst ab 16. Dezember geschlossen werden. Eine rĂŒckwirkende Förderung ist nicht zulĂ€ssig.Â
Bundesregierung stellt 800 Millionen Euro bereit
Bereits Anfang November war bekanntgeworden, dass die Bundesregierung die EH-55-Neubauförderung reaktiviert und dafĂŒr 800 Millionen Euro bereitstellt. Damit soll der stockende Neubau angekurbelt werden. Dem Bauministerium zufolge sind rund 760.000 Wohnungen bundesweit genehmigt, aber noch nicht errichtet. Grund sind etwa rasant gestiegene Kosten. «Wir wollen fertige Planungen in gebaute HĂ€user umwandeln», sagte Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD).
Die Ampel-Regierung hatte die Förderung fĂŒr EH-55-HĂ€user 2022 eingestampft mit dem Argument, dieser Energiestandard habe sich lĂ€ngst etabliert. Daher sollte fortan der strengere und teurere Standard EH 40 gefördert werden. In der Folge legten viele Investoren Planungen fĂŒr EH-55-HĂ€user auf Eis und bauten gar nicht.
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