KI-Förderung: Mecklenburg-Vorpommern zahlt bis 50.000 Euro ab Juli
05.07.2026 - 14:09:54 | boerse-global.de
Seit dem 3. Juli können Unternehmen Zuschüsse beantragen. Bayern setzt parallel auf KI in der Medizin und Industrie.
Bis zu 50.000 Euro für KI-Projekte
Die Förderrichtlinie in Mecklenburg-Vorpommern ist am 30. Juni in Kraft getreten. Sie richtet sich an Betriebe mit bis zu 100 Mitarbeitern. Der Staat übernimmt bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten – maximal 50.000 Euro pro Vorhaben.
Das Land stellt für 2026 und 2027 insgesamt 1,5 Millionen Euro bereit. Gefördert werden Projekte in Produktion, Logistik, Marketing und IT-Sicherheit. Die Projektlaufzeit ist auf maximal 12 Monate begrenzt. Die Anträge müssen vor Beginn des Vorhabens bei der TBI Technologie-Beratungs-Institut GmbH eingehen.
Bayern: KI als Diagnosehelfer und Industriebooster
Gesundheitsministerin Judith Gerlach hob am 4. Juli in Würzburg die Vorteile für die medizinische Praxis hervor. KI könne Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Probleme früher erkennen. Auch die Dokumentationslast für Ärzte ließe sich senken. Die Verantwortung für medizinische Entscheidungen bleibe aber bei den Medizinern.
Einen Tag zuvor thematisierte Digitalminister Dr. Fabian Mehring beim 10. BMW Fraunhofer Technologietag die industrielle KI-Nutzung. Programme wie die Hightech Agenda und KI-Transfer Plus sollen Technologie seit 2021 in die breite Anwendung bringen. Die BayVFP-Förderlinie Digitalisierung sieht für 2024 vier spezifische Förderaufrufe vor – unter anderem für KI, Cybersicherheit und Kommunikationsnetze.
Während Förderprogramme den technologischen Fortschritt in der Industrie beschleunigen, schafft die neue Gesetzgebung den notwendigen rechtlichen Rahmen für den sicheren Einsatz. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Überblick über Fristen und Pflichten, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Hessen und Baden-Württemberg: Neue Wege in der Förderung
In Hessen ist die Förderlandschaft im Umbruch. Der DIGI-Zuschuss lief im Juni aus, das Programm Digital Jetzt endete bereits im März. Aktiv bleiben das Landesprogramm Distr@l, Beratungszuschüsse und zinsgünstige KfW-Kredite. Die Mittelstand-Digital Zentren bieten kostenlose Beratung.
Baden-Württemberg setzt auf europäische Vernetzung. Bei einer Veranstaltung zur EU-Donauraumstrategie am 3. Juli stand digitale Souveränität im Fokus. Das Land unterstützt KMU über das Programm Wirtschaft digital BW, Digital Hubs und eine Digitalisierungsprämie der L-Bank. Der Innovationspark Künstliche Intelligenz (IPAI) wird mit 50 Millionen Euro gefördert.
Die neuen europäischen Regeln für künstliche Intelligenz stellen viele Unternehmen vor komplexe Herausforderungen bei der Risikobewertung ihrer Systeme. Ein kostenloser Report klärt auf, welche KI-Systeme als Hochrisiko gelten und was Verantwortliche jetzt konkret tun müssen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum AI Act sichern
EU AI Act: Was kommt auf Unternehmen zu?
Neben finanziellen Hilfen rücken rechtliche Fragen in den Vordergrund. Am 23. Juli findet ein Online-Seminar zum EU AI Act statt – gezielt für KMU. Die Veranstaltung klärt über Risikoklassen und Pflichten für Unternehmen auf. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Seminar. Es geht um die Fristen, die der neue europäische Rechtsrahmen für Entwickler und Anwender von KI-Systemen vorsieht.
