Rheuma-Therapie: 30 Gramm Ballaststoffe senken Entzündungsrisiko
06.07.2026 - 16:45:09 | boerse-global.de
Seit Januar 2026 übernehmen Auszubildende der Ergotherapie die Leitung eines speziellen Funktionstrainings für Rheuma-Patienten in Bremen.
Das Projekt ist eine Kooperation zwischen den Ludwig-Fresenius-Schulen in Weyhe und der Rheuma-Liga Bremen. Jeden Freitag trainieren die Betroffenen im Hallenbad Bremen-Huchting – in 30-minütigen Einheiten im Wasser. Ziel: die Beweglichkeit durch gezielte Übungen verbessern.
Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. „Spielerische Bewegungsaufgaben fördern die Motivation und helfen, die therapeutischen Ziele zu erreichen“, sagt Auszubildender Boris Mittermaier. Nach einer Sommerpause soll das Programm weiterlaufen.
Neue Leitlinie: Ballaststoffe senken Risiko
Die Bedeutung solcher Therapieansätze untermauert eine aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichung. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) veröffentlichte am 19. Juni 2026 eine neue S3-Leitlinie. Sie definiert Ernährung erstmals explizit als Bestandteil des Risikomanagements.
Kernaussage: Täglich 30 Gramm Ballaststoffe können das kardiovaskuläre Risiko bei Rheuma-Patienten senken. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Konsum in Deutschland liegt bei lediglich 18 Gramm pro Tag. Ballaststoffe stärken die Darmbarriere, beeinflussen das Mikrobiom und reduzieren Entzündungsmarker. Die Integration solcher Erkenntnisse in die Ausbildung ist ein zentraler Bestandteil der modernen Ergotherapie.
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Früh übt sich: Azubis übernehmen Station
Das Bremer Projekt ist Teil eines größeren Trends. Immer mehr Auszubildende im Gesundheitswesen übernehmen früh eigenverantwortliche Aufgaben. Seit dem 22. Juni und noch bis zum 19. Juli 2026 führen zehn Azubis des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums eigenständig einen Teilbereich der Kinderstation am St.-Antonius-Hospital in Kleve.
Die Pilotprojekte umfassen alle Lehrjahre und werden von examinierten Fachkräften begleitet. Ziel: die Handlungskompetenz angehender Pflege- und Therapiefachkräfte stärken. Die Geschäftsführungen unterstützen die Initiativen – angesichts der hohen Nachfrage in der Patientenversorgung.
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Neues Sanitätshaus in Chemnitz eröffnet
Auch die infrastrukturelle Versorgung für chronisch Kranke wird ausgebaut. Am 6. Juli 2026 eröffnete in Chemnitz ein neues Sanitätshaus im Johanniskarree. Es bietet Bandagen, Prothesen und Rollstühle – plus Beratung zur Wohnumfeldanpassung und Kompressionstherapie. Das ergänzt die ambulante Versorgung von Rheuma- und Neurologie-Patienten.
