30 Pflanzen pro Woche: ErnĂ€hrung senkt EntzĂŒndungsrisiko um 31%
Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 13:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die WHO aktualisiert zeitgleich ihre Demenz-Leitlinien. Die Botschaft ist klar: Mit 40 beginnt die entscheidende Phase fĂŒr die PrĂ€vention.
64 Forscher fordern radikale ErnÀhrungswende
Ein Konsortium aus 64 Wissenschaftlern aus 31 Nationen hat am Dienstag den HEAL-Bericht vorgestellt. Der Fahrplan trĂ€gt den Titel âHealthy Eating & Active Livingâ und umfasst 101 evidenzbasierte Empfehlungen. Ziel: Pflanzliche VollwerternĂ€hrung und Bewegung sollen Mindeststandard in Gesundheitsversorgung und Bildung werden.
Der Hintergrund ist alarmierend: Chronische Erkrankungen verursachen weltweit rund 75 Prozent aller TodesfĂ€lle. In Ăsterreich liegt dieser Anteil laut den Experten sogar bei 92 Prozent. Manuel SchĂ€tzer von der Organisation SIPCAN fordert deshalb verbindliche Gesundheitsbildung schon in Schulen.
WHO warnt vor diesen Risikofaktoren
Die Weltgesundheitsorganisation hat ihre Demenz-Leitlinien aktualisiert. Bis zu 45 Prozent des Demenzrisikos sind demnach durch beeinflussbare Faktoren bedingt. Neben Bewegung und ErnÀhrung empfiehlt die WHO nun explizit soziale AktivitÀten, HörgerÀte bei Hörverlust und Schutz vor Luftverschmutzung.
Weltweit leben rund 57 Millionen Menschen mit Demenz. Zu den zentralen Risikofaktoren zĂ€hlen Bluthochdruck, Diabetes, Ăbergewicht, Schlafstörungen und Depressionen. Eine wichtige Warnung der WHO: VitaminprĂ€parate nur bei nachgewiesenem Mangel einnehmen.
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30 Pflanzen pro Woche senken EntzĂŒndungsrisiko
Die Tufts University hat 15.000 Teilnehmer untersucht. Ergebnis: Wer 30 verschiedene Pflanzen pro Woche isst, senkt sein Risiko fĂŒr entzĂŒndungsbedingte Krankenhausaufenthalte um 31 Prozent. Eine 15-Jahres-Studie der UniversitĂ€t Ljubljana zeigt zudem: Die MIND-DiĂ€t kann das Demenzrisiko um bis zu 35 Prozent senken.
Weitere aktuelle Erkenntnisse:
- 250 ml Rote-Bete-Saft tÀglich senken den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 7,7 mmHg
- Eine geringe Darmflora-Vielfalt korreliert bei Frauen ĂŒber 75 mit höherer Gebrechlichkeit und Sturzrisiko
- Die EFSA empfiehlt 250 mg Omega-3-FettsÀuren (EPA und DHA) tÀglich
Was sich ab 40 im Körper verÀndert
Monika Bischoff vom Zentrum fĂŒr ErnĂ€hrungsmedizin und PrĂ€vention in MĂŒnchen erklĂ€rt: Ab 40 stabilisiert sich der Grundumsatz zwar oft noch, doch hormonelle VerĂ€nderungen und beginnender Muskelabbau verĂ€ndern die Körperzusammensetzung. Fachleute raten zu ballaststoff- und proteinreicher ErnĂ€hrung, um die Muskelmasse zu erhalten.
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Gleichzeitig warnen Experten vor unkontrollierter Einnahme von NahrungsergÀnzungsmitteln. Das Risiko von Nebenwirkungen werde in der Bevölkerung massiv unterschÀtzt.
Ein aktuelles Szenario in Nature berechnet zudem die globale Wirkung der âPlanetary Health Dietâ: Eine Umstellung auf mehr pflanzliche Proteine bis 2050 könnte Treibhausgase massiv reduzieren und jĂ€hrlich Millionen vorzeitige TodesfĂ€lle verhindern.
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