Airfryer und Intervallfasten: Was wirklich beim Abnehmen hilft
16.05.2026 - 07:35:26 | boerse-global.deDas zeigt eine Studie im European Journal of Lipid Science and Technology. Der Grund: Statt Liter Öl reicht ein Esslöffel – und der spart rund 120 Kalorien pro Portion. Gemüse, Kartoffeln oder Fleisch werden mit einem Bruchteil der üblichen Energiedichte zubereitet. Experten warnen jedoch: Das ist kein Freifahrtschein für frittierte Snacks.
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Hypoxi-Methode und KI: Neue Wege zum Wunschgewicht
In Diepholz eröffnete heute ein Studio mit einer besonderen Technik. Die Hypoxi-Methode kombiniert Unter- und Überdruck auf Liege-Ergometern und Laufbändern. Das Ziel: Gezielte Fettreduktion an Problemzonen durch lokale Durchblutungsförderung. Pro Sitzung reichen 30 Minuten moderate Bewegung.
Parallel dazu erobern KI-Tools die Ernährungsberatung. ChatGPT und spezialisierte Apps erstellen individualisierte Ernährungspläne und erkennen Muster im Essverhalten. Dr. Dannmeier von der Schön Klinik betont: „Solche Helfer bieten Flexibilität, ersetzen aber keine ärztliche Begleitung.“ Die Risiken: Datenschutzprobleme und die Gefahr von Essstörungen durch übertriebenen Perfektionismus.
Intervallfasten: Der Hype bröckelt
Die 16/8-Methode gilt als Geheimtipp zum Abnehmen. Eine Cochrane-Studie aus Februar 2026 mit rund 2.000 Teilnehmern relativiert das jedoch. Das Ergebnis: Intervallfasten führt zu keinem signifikant größeren Gewichtsverlust als eine herkömmliche Kalorienreduktion. Entscheidend bleibt die negative Kalorienbilanz – nicht das Zeitfenster.
Eine ISGlobal-Studie vom April 2026 liefert weitere Erkenntnisse: Frühstücksverzicht bringt keinen Vorteil. Im Gegenteil: Wer früh frühstückt und länger nächtlich fastet, hat einen niedrigeren BMI. Dr. Felix Bertram erklärt: „Der Effekt entsteht vor allem durch die Struktur und den Wegfall von Zwischenmahlzeiten.“ Ein stabiles Essensfenster von zehn bis zwölf Stunden reiche oft aus.
Vorsicht bei Frauen: Hormone im Spiel
Twincy Ann Sunil vom Apollo Spectra Hospital warnt vor den hormonellen Auswirkungen längerer Fastenperioden. Sie senken zwar das Insulin und fördern die Fettverbrennung – erhöhen aber auch das Stresshormon Cortisol. Die Folgen: Zyklusstörungen, schwankende Östrogenspiegel und eine verlangsamte Schilddrüsenaktivität.
Heilfasten: Zellreinigung mit Nebenwirkungen
Anders als das tägliche Intervallfasten arbeitet die Buchinger-Methode über zwei bis vier Wochen. Erlaubt sind nur 250 bis 500 Kalorien täglich – aus Gemüsebrühen, Säften und etwas Honig. Der Effekt: Die Autophagie wird aktiviert, ein zelluläres Reinigungsprogramm. Entzündungswerte sinken, der Blutzuckerspiegel fällt, und das Protein BDNF – ein Wachstumsfaktor für Nervenzellen – steigt.
Doch Mediziner räumen mit dem Begriff der „Entschlackung“ auf. Physiologisch ist er nicht haltbar. Zudem verblassen die positiven Effekte nach Wochen ohne dauerhafte Lebensstiländerung. Für Kinder, Schwangere, Krebspatienten und Menschen mit schweren Herzerkrankungen ist die Methode tabu.
Jo-Jo-Effekt: Weniger schädlich als gedacht
Eine Analyse in „The Lancet Diabetes & Endocrinology“ stellt Mitte Mai 2026 eine lange geglaubte These infrage. Die Professoren Magkos (Universität Kopenhagen) und Stefan (Deutsches Zentrum für Diabetesforschung) fanden keine Belege dafür, dass der Jo-Jo-Effekt zu dauerhaftem Muskelabbau oder Stoffwechselschäden führt. Ihr Fazit: Die Vorteile einer Gewichtsabnahme überwiegen die Risiken einer erneuten Zunahme deutlich. Eine Gewichtszunahme bringe lediglich zum Ausgangsrisiko zurück – nicht darüber hinaus.
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PCOS bekommt neuen Namen
Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) heißt künftig „polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom“ (PMOS). 56 Fachgesellschaften beschlossen die Umbenennung auf dem Europäischen Kongress für Endokrinologie in Prag im Mai 2026. Ziel: Das Bewusstsein für die metabolischen Komponenten der Erkrankung schärfen. Die Umstellung soll innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein.
11 Millionen Euro für Diabetes-Forschung
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab heute den neuen Sonderforschungsbereich SFB 1774 „CARDIO-DIABETES-CROSSTALK“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Über 11 Millionen Euro fließen in knapp vier Jahre Forschung zu den Wechselwirkungen zwischen Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Beteiligt sind unter anderem das Universitätsklinikum Düsseldorf, das Deutsche Diabetes-Zentrum sowie Wissenschaftler aus München, Münster und Tübingen.
Weniger ist mehr: Der Trend zur entspannten Ernährung
Der Mediziner Andreas Michalsen warnt vor übertriebenem Fokus auf Proteinpräparate. Eine ausgewogene, pflanzliche Ernährung reiche in den meisten Fällen aus. Proteinshakes seien nur bei schwerer Krankheit oder intensivem Krafttraining sinnvoll.
Prof. Christine Joisten von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) betont: „Bereits kleine Aktivitätseinheiten ohne Leistungsdruck bieten erhebliche gesundheitliche Vorteile.“ Der Erfolg beim Kaloriensparen liegt demnach nicht in drastischen Einzelmaßnahmen, sondern in der intelligenten Kombination aus technischer Unterstützung und wissenschaftlich fundierten Ernährungsmustern.
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