Ballaststoffe, Gramm

Ballaststoffe: 30 Gramm tÀglich senken Diabetes- und Krebsrisiko

Veröffentlicht am: 25.06.2026 um 15:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die DGE bestÀtigt gesundheitliche Vorteile veganer Kost, warnt aber vor NÀhrstoffmÀngeln. Neue Produkte und Bildungsinitiativen fördern den Wandel.

Pflanzliche ErnÀhrung: Chancen, Risiken und neue Trends
Nahaufnahme von frischen, bunten pflanzlichen Lebensmitteln wie GemĂŒse, Obst und NĂŒssen auf einem Holztisch. Illustration mit AI erstellt.

Doch die Umstellung will gelernt sein.

Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) bewertet eine vegane ErnĂ€hrung bei sorgfĂ€ltiger Lebensmittelauswahl als gesundheitsfördernd. Zudem biete sie das grĂ¶ĂŸte Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasemissionen.

Allerdings gibt es eine entscheidende EinschrĂ€nkung: Vitamin B12 muss supplementiert werden. Ein Mangel könne das Nervensystem schĂ€digen, warnen Experten. Auch bei unzureichender Zufuhr von Calcium und Vitamin D steige das Risiko fĂŒr KnochenbrĂŒche.

Ballaststoffe als SchlĂŒssel zur PrĂ€vention

Die DGE empfiehlt mindestens 30 Gramm Ballaststoffe tĂ€glich. Lösliche Varianten aus Hafer oder Äpfeln senken den Cholesterinspiegel, unlösliche fördern die Verdauung.

Eine ballaststoffreiche ErnĂ€hrung senkt das Risiko fĂŒr Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten. Selbst bei VenenschwĂ€che – rund 90 Prozent der 40- bis 80-JĂ€hrigen sind betroffen – spielt sie eine unterstĂŒtzende Rolle.

Kampf gegen MangelernÀhrung

In KrankenhĂ€usern und Pflegeeinrichtungen rĂŒckt die Therapie von MangelernĂ€hrung in den Fokus. AlpinaSana hat spezielle Produkte entwickelt: ein Protein Glace mit 12 Gramm Protein und 200 Kilokalorien sowie ein hochkonzentriertes GetrĂ€nk mit 20 Gramm Protein pro 100 Milliliter. Sie enthalten zudem Leucin und essentielle MikronĂ€hrstoffe.

Parallel entstehen digitale Lösungen, um die Nahrungsaufnahme klinisch prĂ€zise zu erfassen und Daten direkt ans Fachpersonal zu ĂŒbermitteln.

Gastronomie zieht nach

Die Branche reagiert auf den Trend. Emmi-Tochter Beleaf bietet milchfreie Joghurts und Rahm-Alternativen auf Haferbasis aus regionalem Schweizer Anbau. Zielgruppe: Flexitarier und Menschen mit Laktoseintoleranz.

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Auch Bildungseinrichtungen stellen um. Die Kita Burgkinder in Kaiserslautern wechselte am 1. Juni 2026 von TiefkĂŒhlkost auf FrischkĂŒche – versorgt tĂ€glich rund 100 Kinder. Gefördert durch das Landesprogramm „Rheinland-Pfalz isst besser“.

Blinddarm und Alzheimer – ein ĂŒberraschender Zusammenhang

Eine Studie mit knapp 10.000 Personen deutet auf einen Zusammenhang zwischen Darmgesundheit und Demenz hin. Demnach könnte eine Blinddarmoperation das Alzheimer-Risiko erhöhen. Der Blinddarm gilt als Reservoir fĂŒr nĂŒtzliche Bakterien, die ĂŒber die Darm-Hirn-Achse die kognitive Gesundheit beeinflussen.

SchĂŒtzend wirken demnach Vollwertkost, pflanzliches Eiweiß und Omega-3-FettsĂ€uren. Verarbeitete Lebensmittel und Zucker gelten als Risikofaktoren.

Die kretische DiĂ€t mit Olivenöl, GemĂŒse, HĂŒlsenfrĂŒchten und Vollkornprodukten wird als Modell fĂŒr Langlebigkeit gehandelt. Das enthaltene Oleocanthal und Polyphenole schĂŒtzen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Praxisprojekte fĂŒr mehr ErnĂ€hrungskompetenz

In Rom schlossen am 24. Juni 2026 fĂŒnf Hotelfachschulen ein Projekt ab: SchĂŒler entwickelten Diabetes-prĂ€ventive MenĂŒs auf Basis der mediterranen DiĂ€t. In MĂŒnchen bringen TUM-Studentinnen mit „Science Snacks“ jungen Menschen DarmkrebsprĂ€vention durch Ballaststoffe und Fermentation nĂ€her.

Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bietet kostenfreie Kochworkshops zu fairem und klimagerechtem Kochen an – von Juni bis August in Nachbarschaftseinrichtungen.

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Soziale Einrichtungen nutzen ErnĂ€hrung zur Gemeinschaftsbildung: Die Bergische Diakonie veranstaltet am 27. und 28. Juni 2026 ein Streetfood-Benefiz-Festival in Aprath. Eine Kirchengemeinde in Diez backt regelmĂ€ĂŸig fĂŒr soziale Zwecke.

Fachlich diskutierten Experten am 24. Juni 2026 auf den gvpraxis trendtagen in Mainz ĂŒber Innovationen in der Gemeinschaftsgastronomie – von Maschinen bis zu neuen Geschmacksprofilen.

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