NaturklÀnge aus heimischen WÀldern wirken besonders erholsam
11.04.2026 - 05:00:06 | dpa.deWaldgerĂ€usche wirken sich positiv auf unser GemĂŒt aus â vor allem, wenn sie aus heimischen WĂ€ldern stammen. Das hat eine Studie unter der Leitung des Deutschen Zentrums fĂŒr integrative BiodiversitĂ€tsforschung (IDIV), des Helmholtz-Zentrums fĂŒr Umweltforschung (UFZ), der Friedrich-Schiller-UniversitĂ€t Jena, der UniversitĂ€t Leipzig, der Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg und der UniversitĂ€t Freiburg ergeben, die im «Journal of Environmental Psychology» veröffentlicht wurde.Â
Die in Deutschland lebenden Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer empfanden NaturgerĂ€usche aus heimischen LĂ€ndern als beeindruckender und erholsamer als solche aus den Tropen. AuĂerdem fĂŒhlten die Befragten sich insgesamt besser, wenn sich glaubten, viele Tierarten zu hören.
Aufnahmen aus Deutschland, Polen und Panama
An der Untersuchung nahmen 195 Personen teil. Sie bekamen einminĂŒtige Tonaufnahmen von VogelgesĂ€ngen aus dem Wald zu hören, inklusive HintergrundgerĂ€usche. Ein Teil der Gruppe hörte sich Aufnahmen aus heimischen WĂ€ldern (Deutschland und Polen) an, ein anderer Teil aus tropischen WĂ€ldern (Panama). Jeder Teilnehmer hörte eine Version mit hoher und eine mit geringer Artenvielfalt.Â
Jede Person hörte sich zwei Tonaufnahmen an und gab davor und danach an, wie sie sich fĂŒhlte, wie gestresst sie war und wie gut sie sich konzentrieren konnte. AuĂerdem schĂ€tzten die Teilnehmer, wie viele verschiedene Tiere sie hören konnten, und gaben an, wie angenehm und vertraut ihnen die GerĂ€usche erschienen.
Weniger Stress und bessere Konzentration
«Insgesamt fĂŒhrte das bloĂe Anhören von einminĂŒtigen WaldgerĂ€uschen ĂŒber Kopfhörer zu gröĂerem Wohlbefinden: Die Versuchsteilnehmerinnen und -teilnehmer berichteten von positiveren Emotionen, besserer Konzentration und weniger Stress», heiĂt es in der Pressmitteilung des IDIV. Die positivsten Ergebnisse erzielten demnach vertraute GerĂ€usche aus heimischen WĂ€ldern.Â
Eine gröĂere Artenvielfalt verbesserte das Wohlbefinden nur bei manchen. Die subjektive Wahrnehmung allerdings machte sehr wohl einen Unterschied: Wenn die Menschen glaubten, viele Arten zu hören, fĂŒhlten sie sich insgesamt besser. Bei GerĂ€uschen, die den Angaben nach komplex wirkten, aber nicht eindeutig mit Tieren in Verbindung gebracht wurden, wurden positive GefĂŒhle verringert.
«Unsere Ergebnisse zeigen, dass es nicht nur auf die Artenzahl ankommt», erklÀrte Aletta Bonn, Mitautorin und Forschungsgruppenleiterin beim UFZ, IDIV und der UniversitÀt Jena. «KlÀnge, die Menschen an vertraute WÀlder erinnern, wie zum Beispiel die Vögel in der NÀhe ihres Zuhauses, scheinen eine viel stÀrkere Wirkung zu haben.»
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

