ErnÀhrung, Pflanzen

ErnÀhrung: 30 Pflanzen pro Woche senken Crohn-Aufenthalte um 31%

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 06:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Zellbasierte Behandlungen erobern neue Fachgebiete, wĂ€hrend personalisierte ErnĂ€hrung bei Morbus Crohn ĂŒberzeugt. Neue Studien identifizieren OxalsĂ€ure und Darmmilieu als EntzĂŒndungstreiber.

Zelltherapien und ErnĂ€hrung: Neue Wege gegen EntzĂŒndungen
Eine Frau betrachtet eine digitale Darstellung von DNA-StrĂ€ngen und wissenschaftlichen Daten, umgeben von medizinischen Symbolen. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Zellbasierte Behandlungen, lange Zeit auf die Onkologie beschrÀnkt, dringen in neue Fachbereiche vor. Kardiologie und Rheumatologie stehen im Fokus der Forschung.

Gleichzeitig rĂŒcken personalisierte ErnĂ€hrung und molekulare Diagnostik in den Mittelpunkt. Besonders Frauen sind betroffen: SchĂ€tzungsweise 80 Prozent der Autoimmunerkrankungen treffen sie.

Milliarden fĂŒr neue Zelltherapien

Große Pharmakonzerne pumpen Milliardensummen in die Entwicklung. Ihr Ziel: Zell- und Immuntherapien fĂŒr ein breiteres Spektrum an Krankheiten.

Ein Vorreiter ist Mesoblast. Dessen Produkt Ryoncil hat bereits eine FDA-Zulassung fĂŒr die Behandlung der steroidrefraktĂ€ren akuten Graft-versus-Host-Krankheit (GvHD) bei Kindern erhalten. Weitere Kandidaten sind mesenchymale Stammzelltherapien (MSC) gegen chronische RĂŒckenschmerzen, Herzinsuffizienz und Duchenne-Muskeldystrophie.

Auch bei Lupus und Myositis zeigen neuere AnsÀtze wie die CAR-T-Zelltherapie erste Erfolge. Wissenschaftler untersuchen zudem den Zusammenhang zwischen Virusinfektionen und Autoimmunreaktionen. Das Epstein-Barr-Virus etwa steht im Verdacht, Lupus mit auszulösen.

Personalisierte ErnÀhrung: Weniger Klinikaufenthalte

Die Rolle der ErnĂ€hrung rĂŒckt in den Fokus klinischer Studien. Ergebnisse der Stanford Medicine und der Tufts University aus dem Jahr 2026 belegen: Eine personalisierte ErnĂ€hrung mit mindestens 30 verschiedenen Pflanzen pro Woche senkt die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei Morbus Crohn um 31 Prozent. Notaufnahmebesuche gingen um 20 Prozent zurĂŒck.

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Fastenprotokolle linderten bei zwei Dritteln der Teilnehmer die Symptome. Als mögliche Ursache gilt ein Anstieg des Bakteriums Akkermansia muciniphila.

Doch selbst aufwendige PrĂ€ventionsprogramme stoßen an Grenzen. Der Unternehmer Bryan Johnson, der jĂ€hrlich rund zwei Millionen Dollar fĂŒr Anti-Aging-Maßnahmen ausgibt, erhielt im Mai 2026 die Diagnose einer Autoimmungastritis. Der Fall des 48-JĂ€hrigen zeigt: Unheilbare Autoimmunerkrankungen können sich trotz umfassender Selbstvermessung entwickeln.

Neue Mechanismen der EntzĂŒndung

Die Forschung identifiziert stĂ€ndig neue Treiber von EntzĂŒndungsprozessen. Eine Studie in Cardiovascular Research vom 10. Juli 2026 zeigt: Erhöhte OxalsĂ€ure-Spiegel fördern systemische EntzĂŒndungen ĂŒber das Zytokin IL-17A – besonders bei chronischen Nierenerkrankungen. Die Folge können HerzschĂ€den sein.

In Versuchsmodellen verbesserte eine Blockade von IL-17A die Nierenfunktion und reduzierte Fibrosen. Parallel dazu betonen Forscher in einer Nature-Studie vom selben Datum: Das Darmmilieu ist fĂŒr die Gesundheit des Mikrobioms entscheidender als die bloße Bakterienzusammensetzung. Diskutiert wird der Einsatz von PMA-Zeolith, um Schadstoffe zu binden und die Darmbarriere zu regulieren – zur PrĂ€vention von chronischen EntzĂŒndungen, Diabetes oder Morbus Crohn.

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FrĂŒherkennung bei Diabetes und Long-COVID

Die Diagnostik bei Typ-1-Diabetes hat sich verbessert. Inselzellen-Autoantikörper-Tests und genetische Risikomodelle via Speicheltest ermöglichen Screenings fĂŒr Kinder in verschiedenen Altersstufen sowie eine einmalige Untersuchung fĂŒr Erwachsene.

Das ist dringend nötig: Die Rate an Ketoazidosen bei der Erstdiagnose liegt in Europa zwischen 40 und 42 Prozent. Ein bereits in den USA zugelassener Wirkstoff namens Teplizumab kann den Übergang zum manifesten Diabetes verzögern.

Auch bei den Folgen von Infektionen gibt es neue Erkenntnisse. Eine Studie in Redox Biology aus dem Jahr 2026 liefert Hinweise auf die Ursachen von Fatigue bei Long-COVID-Patienten. Demnach weisen etwa zwei bis drei Prozent der Betroffenen einen Selenmangel oder Autoantikörper gegen das Selentransportprotein SELENOP auf. Das Risiko fĂŒr chronische ErschöpfungszustĂ€nde verdoppelt sich dadurch etwa.

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