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Figure 03: BMW setzt humanoiden Roboter in Spartanburg ein

04.07.2026 - 02:09:55 | boerse-global.de

BMW zeigt den humanoiden Roboter Figure 03 im Werk Spartanburg. Er übernimmt logistische Aufgaben und ist Teil eines milliardenschweren Investitionspakets.

BMW präsentiert humanoiden Roboter Figure 03 in Spartanburg
Figure - Ein humanoider Roboter mit Sensoren und Kameras an den Händen sortiert Autoteile in einen Wagen in einer BMW-Fabrik. 04.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Münchner Autobauer treibt seine „Physical AI“-Initiative voran und hat im Werk Spartanburg den humanoiden Roboter Figure 03 präsentiert. Die Vorführung folgt auf eine milliardenschwere Investition in den Standort.

Humanoiden Roboter im Praxiseinsatz

Der Figure 03, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Figure AI, übernimmt in der Produktion logistische Aufgaben. Konkret sortiert er unsortierte Komponenten und ordnet sie in Sequenzierwagen oder Transportbehälter. Die Vorführung fand im Werk Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina statt.

Die technischen Verbesserungen der neuen Generation sind beachtlich: Der Roboter verfügt über verbesserte Hände mit Tastsensoren und Kameras in den Handflächen, die eine präzisere Handhabung von Teilen ermöglichen. Hinzu kommen weiche Komponenten für mehr Sicherheit bei der Zusammenarbeit mit Menschen, kabelloses Laden sowie Sprachkommunikation für Dialoge per Stimme.

BMW bezeichnet das Werk Spartanburg als „grundlegenden Standort“ für den Einsatz humanoider Robotik im globalen Produktionsnetzwerk. Auch die Partner von Figure AI betonen, dass die Zusammenarbeit den praktischen Nutzen solcher Systeme in der Automobilproduktion bestätigt habe.

Vorgängermodell bereits im Einsatz

Der Figure 03 ist kein Experiment im luftleeren Raum. Die Vorgängergeneration Figure 02 durchlief bereits eine umfangreiche Testphase. Über zehn Monate hinweg halfen diese Roboter in der Karosseriefertigung von Spartanburg bei der Produktion von mehr als 30.000 BMW X3.

Wichtig: Die humanoiden Systeme sind nicht als Ersatz für die Belegschaft gedacht, sondern für monotone, repetitive oder körperlich anstrengende Aufgaben. Im Werk Spartanburg arbeiten rund 11.000 Menschen, täglich verlaufen etwa 1.500 Fahrzeuge vom Band.

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Milliarden-Investition in die Zukunft

Die Integration fortschrittlicher Robotik ist Teil eines 1,7 Milliarden Euro schweren Investitionspakets in South Carolina. Dieses umfasst das Montagewerk Spartanburg sowie die neue Batteriefabrik Plant Woodruff, die auf ein „Cell-to-Pack“-Verfahren setzt und damit die Elektro-Offensive von BMW unterstützt.

Ein Meilenstein: Der iX5 – das erste vollelektrische BMW-Modell, das in den USA montiert wird – soll noch in diesem Jahr vom Band laufen. Die Vorstellung des neuen X5 erfolgte am 30. Juni 2026. Das Modell bietet fünf verschiedene Antriebsarten: Diesel, Benzin, Hybrid, vollelektrisch sowie eine Wasserstoff-Brennstoffzellen-Variante. Spartanburg ist das erste Werk im BMW-Netzwerk, das alle fünf Antriebstypen auf einem einzigen Montageband fertigen kann.

Neben humanoiden Robotern setzt BMW die Qualitätsprüfplattform AIQX ein. Dieses System führt täglich rund 1,9 Millionen automatisierte Inspektionen durch und liefert Echtzeit-Feedback zur Sicherstellung der Produktionsstandards.

Branchentrend: Robotik auf dem Vormarsch

BMW ist mit diesem Schritt nicht allein. Die Beratungsfirma BCG prognostiziert, dass der weltweite Markt für humanoide Robotik von weniger als einer Million Einheiten auf über sechs Millionen Einheiten pro Jahr bis 2030 wachsen könnte. Die Investitionen in den Robotiksektor sind rasant gestiegen: Laut McKinsey erreichten die Venture-Capital-Finanzierungen bis 2025 ein Volumen von 40,7 Milliarden Euro jährlich.

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Die International Federation of Robotics (IFR) bezifferte die Zahl der weltweit installierten Industrieroboter für 2024 auf über zwei Millionen allein in China. Der Automobilsektor bleibt ein zentraler Treiber: 45 Prozent aller weltweiten Roboterinstallationen in der Autoindustrie entfielen 2024 auf China. Während BMW die „Physical AI“ weiter ausbaut, setzen auch andere Hersteller wie General Motors verstärkt auf Automatisierung – was mitunter zu Personalanpassungen führte.

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